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SPIN – Start einer afrikanischen Zement- und Betonkultur?

10.08.2011
Im Forschungsprojekt SPIN „Spearhead Network for innovative, clean and safe Cement and Concrete Technologies” arbeiten sieben afrikanische Länder, darunter Südafrika, Mosambik, Tansania, Ruanda, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Uganda und drei europäische Länder (Niederlande, Kroatien und Deutschland) zusammen, um gemeinsam eine auf die speziellen afrikanischen Bedingungen angepasste, innovative, nachhaltige, sichere und saubere Zement- und Betontechnologie zu entwickeln.

Auch soll die Anknüpfung der afrikanischen Partner an die internatio¬nale Forschergemeinschaft verbessert werden. Beton-Experten aus der BAM, Abteilung Bauwerkssicherheit leiten das Projekt federführend. SPIN wird im ACP-ST Programm finanziell durch die Europäische Union unterstützt.

SPIN zielt darauf ab, ein afrikanisches Expertennetzwerk aufbauen und eine afrikanische Zement- und Betonkultur zu entwickeln. Der afrikanische Kontinent ist reich an Rohstoffen, die eine saubere und nachhaltige Betonbauweise fördern würden. Problematisch sind jedoch die klimatischen, geografischen und infrastrukturellen Bedingungen in Afrika. Auch fehlt es an gut ausgebildeten Experten. Die afrikanischen Bildungseinrichtungen können die derzeitige Nachfrage nicht decken.

Bereits heute sind Infrastruktur und Wohnungsbau eine bautechnische Herausforderung für Afrika. So müssen schnell und preisgünstig Wohnungen mit Baustoffen, die möglichst aus Afrika kommen, gebaut werden. Bauen mit Beton ist nachhaltiger und sicherer als traditionelle Bauweisen mit Lehm und Holz, doch der afrikanische Kontinent kann noch nicht auf langjährige Erfahrungen mit diesem Baustoff zurückblicken. Gerade deshalb hat Afrika nun die einmalige Möglichkeit, seinen stetig und enorm wachsenden Bausektor von einem Niveau aus zu beginnen, das von Anfang an dem neuesten Stand der Technik entspricht, ohne die Fehler aus der Vergangenheit der Betonbauweise zu wiederholen.

SPIN berücksichtigt die individuellen geografischen und klimatischen Bedingungen in Afrika. Innerhalb des Projektes tauschen sich Wissenschaftler und Ingenieure aus führenden Ost- Zentral- und Südafrikanischen Hochschulen mit ihren europäischen Kollegen aus. Eine Tagung am 17. August in der BAM hat die Entwicklung von kostengünstigen Häusern, die afrikanische Situation bei der Zement- und Betonindustrie und den Einsatz des Baumaterials Beton in Afrika zum Inhalt. Auch sind aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Zement- und Betontechnologie sowie deren Auswirkungen auf die regionalen und globalen Märkte Themen dieser Tagung.

Workshop „Cement and Concrete for Africa“,
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Haus 5 „Ludwig-Erhard-Saal“
17. August 2011, 8:30 bis ca. 15:30 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos, eine formlose Anmeldung per Email wird erbeten.
Kontakt: Dipl.-Ing. Wolfram Schmidt
Fachgruppe 7.1 Baustoffe
Telefon: +49 30 8104-3210
E-Mail: wolfram.schmidt@bam.de

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

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