Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere

05.11.2008
Drei Ausgaben der Schriftenreihe Werkstatt: Praxis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) stellen Ergebnisse aus untersuchten Fallstudien vor

Wie sollen lebenswerte Stadtquartiere in Zukunft aussehen? Wie können Familien und ältere Menschen ihr Zuhause in den Städten (wieder-)entdecken? Was sind die Aufgaben von privaten und staatlichen Akteuren bei der Entwicklung von Stadtquartieren für Alt und Jung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere".

Seit Ende 2006 untersucht das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in 26 Modellvorhaben und zwei Modellregionen die Strategien von Kommunen, privaten Trägern und Wohnungsunternehmen, Stadtquartiere für alle Generationen attraktiv zu gestalten. In drei Heften der Schriftenreihe "Werkstatt: Praxis" zu den Themenschwerpunkten des Forschungsfeldes werden die Ergebnisse der Fallstudien vorgestellt. Sie liefern Bausteine innovativer und praxiserprobter Strategien für Kommunen, Wohnungsunternehmen und private Initiativen:

o Funktionierende Nachbarschaften können nur entwickelt werden, wenn differenzierte Wohnangebote für alle Gruppen im Quartier zur Verfügung stehen. Dies verdeutlicht die Auswertung von zehn Fallstudien aus dem Schwerpunkt "Attraktives Wohnen im Quartier". Darüber hinaus benötigen die Quartiere eine übergeordnete Steuerung, die alle Akteure im Quartier zusammenbringt. Voraussetzung ist eine engagierte Kommunalverwaltung und die Zusammenarbeit mit Bürgern und Kooperationspartnern.

o Gemeinschaftseinrichtungen bieten Raum für bürgerschaftliche Aktivitäten und eröffnen Chancen, Vorhandenes zusammenzuführen und durch neue Aktivitäten zu bereichern. Das zeigen die zehn Fallstudien des Schwerpunktes "Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier". Für erfolgreiche Trägerstrukturen gibt es jedoch keine Patentrezepte. Unverzichtbar ist, lokales Engagement zu wecken und gerade aus der Vielfalt einen gemeinsamen Nutzen für Jung und Alt zu schöpfen.

o Die neun Fallstudien des Schwerpunktes "Gestaltung urbaner Freiräume" machen deutlich, dass ein Zusammenwirken verschiedener Akteure nötig ist, um Freiräume für Jung und Alt zu schaffen. Da die öffentliche Hand nicht mehr in der Lage ist, allen Anforderungen nachzukommen, stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierbarkeit des Um- und Ausbaus und der Unterhaltung. Hier ist eine Aktivierung und Beteiligung aller Quartiersakteure, junger und alter Bewohner ebenso wie der Gewerbetreibenden, erforderlich.

BMVBS/BBR (Hrsg.): Attraktives Wohnen im Quartier. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere". Werkstatt: Praxis Heft 59, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-959-5

BMVBS/BBR (Hrsg.): Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere". Werkstatt: Praxis Heft 60, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-960-1

BMVBS/BBR (Hrsg.): Gestaltung urbaner Freiräume. Dokumentation der Fallstudien im Forschungsfeld "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere". Werkstatt: Praxis Heft 61, Bonn 2008, ISBN 978-3-87994-961-8

Die Hefte können kostenlos beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bestellt werden: stadtquartiere@bbr.bund.de

Für Rezensionsexemplare wenden Sie sich bitte an: Katina Gutberlet, Referat I 7 - Wissenschaftliche Dienste, Tel: +49(0)22899.401-1595, katina.gutberlet@bbr.bund.de

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der wissenschaftliche Bereich des BBR unterstützt die Bundesregierung fachlich bei Aufgaben der Raumentwicklung, der Stadtentwicklung, des Wohnungswesens und bei Grundsatzfragen des Bauwesens.

Katina Gutberlet | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbr.bund.de
http://www.bbr.bund.de/DE/Veroeffentlichungen/WP/wp__node.html?__nnn=true

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden
31.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Nachhaltiger Baustoff: Pilze als Dämmmaterial nutzen
30.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Eine detaillierte Waldkarte des blauen Planeten

26.09.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index steigt weiter

26.09.2017 | Wirtschaft Finanzen