Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer FIT verbessert Architekturausbildung

18.01.2010
Das Projekt MACE erhielt von der Europäischen Union in der Abschlussbewertung beste Noten. Studien belegten klar, dass MACE die Ausbildung in der Architektur signifikant verbessert.

MACE erreicht dies, indem es hochqualitative Lerninhalte gesammelt aus den großen Architektur-Archiven Europas in einem Portal gebündelt bereitstellt. Nun gründen die Projektpartner einen Verein, der zukünftig das Portal betreiben und weiter entwickeln wird. Interessierte Organisationen sind eingeladen, sich als Mitglieder zu beteiligen.

Im Projekt MACE (Metadata for Architecture Contents in Europe) wurde unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT eine benutzerfreundliche web-basierte Infrastruktur realisiert, mit der Datenbestände über Bau- oder Designprojekte archivübergreifend gefunden werden können. Über die Verknüpfung der Archive öffnet MACE deren Inhalte für die weltweite Verwendung unterschiedlichste Nutzer. Davon profitiert vor allem die Lehre, denn hier hatten vorher nur kleine Benutzergruppen Zugang.

MACE verknüpft die aus verschiedenen Archiven stammenden Informationen anhand zahlreicher Metadaten. "Wir verwenden neben traditionellen inhaltsbezogenen Metadaten und Ontologien auch Lernprozess- und Designmetadaten sowie benutzerbezogene und soziale Metadaten", führt Projektkoordinator Dr. Martin Wolpers aus, der im Fraunhofer FIT den Bereich E-Learning leitet. "Unser Know-how im Bereich der Annotation durch Metadaten war sozusagen der 'Schlüssel', um die verstreuten Inhalte archivübergreifend leicht auffindbar zu machen."

Im Rahmen von Experimenten und im Regeleinsatz an verschiedenen Universitäten in Europa wurde nachgewiesen, dass die Verwendung von MACE im Unterricht die Arbeitsergebnisse der Studenten um bis zu 20 Prozent verbessert - verglichen mit Studenten, die das MACE System nicht genutzt hatten. Zum Projektabschluss Ende 2009 hat die Europäische Union das MACE Projekt durch Experten im Rahmen des eContent+ Förderprogramms in einer finalen Begutachtung daher für sehr erfolgreich befunden. Das MACE-Portal wird nun im Rahmen eines Vereins fortgeführt und weiter entwickelt.

Fraunhofer FIT koordinierte das Projekt mit zwölf Partnern aus fünf Ländern und leitete die konzeptuelle und technische Entwicklung kontextueller Metadaten. Daneben waren folgende Partner beteiligt: Collaboratorio S.r.l., Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, European Association of Architectural Education, Fachhochschule Potsdam, Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB, Humance AG, Katholische Universität Leuven, NAUTES S.r.l, Offene Universität der Niederlande Polytechnische Universität Delle Marche, Polytechnische Universität Mailand, Technische Universität von Katalonien und die Universität Iuav Venedig. Darüber hinaus nahmen am Projekt sehr viele digitale Repositorien der Architektur teil.

MACE und weiterführende Informationen stehen kostenfrei zur Verfügung unter: http://www.mace-project.eu

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon +49 2241 14-2208

Alex Deeg | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de
http://www.mace-project.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Mehr Sicherheit und Effizienz im Tunnelbau - DFKI-Software steuert Wartungsroboter für Bohrwerkzeug
19.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie