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Energetische Gebäudesanierung richtig planen

15.06.2011
Auch die Lebensgewohnheiten der Hausbewohner spielen eine Rolle

Es gibt viele Möglichkeiten, um Raumwärmeverluste durch die Gebäudehülle zu verringern und das Temperaturniveau in der Wohnung rund ums Jahr ausgeglichen zu gestalten. Wer aus einer betagten Energieschleuder ein behagliches Zuhause für sich und/oder andere machen will, sollte sich mit verschiedenen Maßnahmen zur energetischen Sanierung befassen.

Dabei empfiehlt es sich, nicht gleich den erstbesten Anbieter zu beauftragen, sondern sich alternative Dämmkonzepte ausarbeiten zu lassen. Die Vorschläge sollten von qualifizierten Zimmerei- oder Maler- bzw. Stuckateurbetrieben eingeholt werden und den baulichen Gegebenheiten ebenso Rechnung tragen wie den individuellen Lebensgewohnheiten und Komfortbedürfnissen der Hausbewohner, rät der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD).

"Vor Inangriffnahme energetischer Sanierungsmaßnahmen sollte sich jeder Hauseigentümer ein detailliertes Dämmkonzept ausarbeiten lassen, das die baulichen Gegebenheiten ebenso widerspiegelt wie seine persönlichen Komfortbedürfnisse und Energiesparwünsche. Schließlich macht es einen Unterschied, ob jemand leicht friert und daher viel Heizwärme braucht oder schnell schwitzt und deshalb kühlere Räume bevorzugt. Ebenso ist zu berücksichtigen, ob man sich ständig in der Wohnung aufhält oder nur am Abend, über Nacht und zeitweise am Wochenende. Die Menschen leben nun einmal recht verschieden; demzufolge kann es auch kein einheitliches Dämmkonzept für alle geben", betont Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal.

Bestandsgebäude mit Holzfaserplatten dämmen
Ein Blick auf die Verbrauchsstatistik zeigt, wie nötig die Verringerung des Gebäudeenergiebedarfs in Deutschland ist: Gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs entfällt auf die Privathaushalte. Nahezu drei Viertel der privat verbrauchten Energie dienen zum Beheizen von Wohnräumen. Gerade bei gemauerten Altbauten kommt es häufig vor, dass die Wände zwar dick aussehen, aber zahlreiche Wärmebrücken aufweisen; ein Altbau-typischer Brennstoffbedarf von bis zu 30 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr kommt so zustande. Zum Vergleich: Im Neubau liegt der durchschnittliche Bedarf bei weniger als 7 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Mit Dämmstoffen aus Holzfasern und Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), die auf Holzfaserdämmplatten basieren, lässt sich die erforderliche Energieeinsparung ohne Wenn und Aber erzielen. Sinn macht, die Außenwände und den Dachstuhl dämmen zu lassen und dabei marode Fenster gegen energiesparende Mehrscheiben-Modelle auszuwechseln. Steht der Altbau unter Denkmalschutz, bietet sich eine kompakte, raumseitig montierte Innendämmung an. Bei den meisten Stein auf Stein gebauten Häusern lässt sich hingegen ein Wärmedämmverbundsystem an den Außenwänden anbringen, wodurch kein einziger Quadratzentimeter Wohnfläche verloren geht. Die Montage der Außenwanddämmung kann auf verputztem oder verklinkertem Mauerwerk entweder direkt oder vermittels einer Holzunter- bzw. Trägerkonstruktion erfolgen. Unterkonstruktionen bieten die Möglichkeit, in den Gefachen zusätzliche Elektro- und Wasserleitungen unterzubringen, ohne dass das Mauerwerk dafür extra aufgestemmt werden müsste. Die neu verlegten Rohre und Kabel lassen sich anschließend komplett umdämmen, wofür Holzfaser-Gefachdämmstoffe ebenso in Frage kommen wie Zellulose.
Holzfaser-WDVS geprüft und zugelassen
An der Fassade entpuppen sich Holzfaser-Wärmedämmverbundsysteme als wahre Energiesparkünstler. Systeme, die die Mitgliedsunternehmen im Verband Holzfaser Dämmstoffe anbieten, werden von unabhängigen Stellen geprüft und verfügen ausnahmslos über die in Deutschland vorgeschriebene bauaufsichtliche Zulassung. Darin ist unter anderem geregelt, welche Holzfaserdämmplatten in welchem Format und in welcher Dicke auf welchem Untergrund verbaut werden dürfen, wie und mit welchen Befestigungsmitteln die Montage zu erfolgen hat etc. Außerdem sind alle zulässigen Varianten der äußeren Bekleidung aufgeführt, zum Beispiel Putz, Holz oder Klinker. An die Materialien der benannten Hersteller ist der Verarbeiterbetrieb gebunden. Das heißt für die Praxis, dass alle Komponenten eines WDV-Systems - ganz gleich, auf welchem Dämmstoff es basiert - ausnahmslos dem Zulassungsbescheid entsprechen müssen, um dem Baurecht zu genügen. Bauherren, die ganz sicher gehen wollen, sollten sich die Zulassungsurkunde zeigen lassen und bei der Montage ein Auge darauf haben, dass alle eingesetzten Materialien von ein und demselben Systemanbieter stammen.
Dämmen unterm Dach
Auch unterm Dach sind Dämmmaßnahmen sinnvoll und notwendig. Dabei sollten vor allem die Dachschrägen fachmännisch gedämmt werden, sofern der ehemalige Speicher künftig als Wohnraum dienen soll: Andernfalls ist der Fußboden des unbewohnten Dachgeschosses so aufzudämmen, dass aus den tiefer gelegenen Geschossen keine Raumwärme nach oben entweicht. Gut zu wissen: Das Dämmen der obersten Geschossdecke ist mit wenigen Ausnahmen bis Ende dieses Jahres Pflicht. Denn ab 1. Januar 2012 darf der Wärmedurchgangskoeffizient U maximal 0,24 W/m2K betragen. Von dieser Nachdämmpflicht, die die Energieeinspar-Verordnung 2009 vorschreibt, sind überwiegend ältere Mauerwerksbauten betroffen - Wohnblöcke und andere Mehrgeschossgebäude ebenso wie Ein- und Zweifamilienhäuser.
Ratgeber für professionelles Dämmen
Um dem absehbaren Bedarf an profunden Fachinformationen über energetische Dämmmaßnahmen zu entsprechen, hat der VHD für Hausbesitzer, Immobilieneigentümer, Architekten, öffentlich Bedienstete, professionelle Bauhandwerker (Zimmerleute, Schreiner, Trockenbauer, Maler, Stuckateure) sowie für Techniker und Fachberater in Fertigbaubetrieben zwei lesenswerte Informationsbroschüren aufgelegt. Beide Druckschriften eignen sich hervorragend, um Fragen zur energetischen Gestaltung von Sanierungs- oder Neubauvorhaben im Vorfeld der Entscheidung für das eine oder andere Produkt zu klären.
VHD-Broschüre 1: Holzfaserdämmstoffe
Die praxisnahe Informationsschrift gibt auf 36 Seiten einen profunden Überblick über die vielfältigen Ausführungen, bauphysikalischen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Holzfaserdämmstoffen am Bau. Detailliert dargelegt werden unter anderem die genormten Anwendungen beim Ein- und Zweifamilienhausbau. Dabei wird unterschieden, ob es sich um eine Dachdämmung, eine Fassadendämmung oder eine energetisch auf den neusten Stand zu bringende Geschossdecke handelt. Besonderheiten wie das Errichten raumtrennender Innenwände mithilfe von Holzfaserplatten werden ebenfalls erörtert. Der Leser erfährt Grundlegendes über alle wichtigen fachlichen Aspekte der Verarbeitung von Holzfaserprodukten; behandelt wird dabei auch die Herstellung im Nass- oder Trockenverfahren. Fotos, Diagramme und Tabellen lockern die Darstellungen auf.
VHD-Broschüre 2: Holzfaser-Wärmedämmverbundsysteme
Wenn es an das Dämmen und Gestalten von Neubaufassaden geht oder ans Sanieren älterer Gebäudehüllen, ist es mit einem bunten Anstrich zumeist nicht getan: Im Neubau wie auch bei Bestandsgebäuden sind die strengen Vorgaben der Energieeinspar-Verordnung (EnEV 2009) zu beachten; für 2012 ist sogar das Passivhausniveau als allgemeinverbindlicher Dämmstandard im Gespräch. Wer mit dem weiter steigenden Anforderungsniveau Schritt halten will, ist mit Wärmedämmverbundsystemen auf Holzfaserbasis gut beraten. Die besonders günstigen bauphysikalischen Eigenschaften von Holzfaserdämmplatten machen in Kombination mit einem spezifisch abgestimmten Putzsystem das Erreichen des Passivhausniveaus schon heute möglich. Bevor es aber an die Arbeit gehen kann, ist zunächst den baurechtlichen Grundlagen Aufmerksamkeit zu schenken. Warum es bei Wärmedämmverbundsystemen beispielsweise ratsam ist, alle Komponenten aus einer Hand zu beziehen, wird in der 36-seitigen VHD-Broschüre ausführlich beschrieben. Nach fachgerechter Montage bringen Holzfaser-WDV-Systeme ihre Vorzüge dann bei Wind und Wetter umso besser zur Geltung: Eigenschaften wie die Wärmedämmung über Winter oder auch der sommerliche Hitzeschutz, Brand- und Schallschutz werden ausführlich behandelt, ebenso Aspekte der Behaglichkeit und Wohngesundheit. Besonderes Augenmerk widmet die Broschüre der fachgerechten Ausbildung von Detailanschlüssen. Auch das Putzsystem, das bei neun von zehn WDVS-Objekten zum Einsatz kommt, wird in einem eigenen Kapitel ausführlich beschrieben.
Aus dem Internet herunterladen oder gedruckt bestellen
Beide Broschüren sind als Download auf der Homepage http://www.holzfaser.org verfügbar. Druckexemplare können über folgende Bestelladresse bezogen werden: VHD e.V., Geschäftsstelle, Elfriede-Stremmel-Str. 69, 42369 Wuppertal, Fax 02 02/9 78 35 79,

E-Mail info@holzfaser.org

Pressekontakt: Achim Zielke M.A. c/o Medienbüro TEXTIFY.de, Box 18 52, 53588 Bad Honnef, Fon 0 22 24/96 80 21, Fax 0 22 24/96 80 22, Mail info@textify.de, Web http://www.textify.de (im Auftrag des VHD e.V., Verband Holzfaser Dämmstoffe, Elfriede-Stremmel-Str. 69, 42369 Wuppertal, Mail info@holzfaser.org, Web http://www.holzfaser.org )

Achim Zielke | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.holzfaser.org

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