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"Ikone der Moderne" - 80 Jahre Bauhaus in Dessau

04.12.2006
Sanierungen am UNESCO-Weltkulturerbe abgeschlossen

Mit der Eröffnung der großen Ausstellung "Ikone der Moderne" feiert das berühmte Bauhaus in Dessau sein 80-jähriges Bestehen und das pünktliche Ende langjähriger Sanierungsarbeiten.

Die von markanten architektonischen und räumlichen Besonderheiten geprägte Schau läuft vom 2. Dezember 2006 bis zum 11. März 2007. Das für rund 17 Mio. Euro Gesamtkosten renovierte Gebäude, einst 1919 vom Architekten Walter Gropius zunächst in Weimar gegründet, wurde dank seiner schlichten und klaren Formen zu Deutschlands berühmtester Kunst- und Designeinrichtung der Klassischen Moderne. Seit 1996 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

Das als Einheit aus Kunst und Technik errichtete Gebäude besteht aus mehreren - nie aus einer einzigen Perspektive zu erfassenden - funktional gegliederten Teilen: Einem Flügelbau der "Technischen Lehranstalten" (später Berufsschule), dem Werkstättentrakt mit der markanten Glasvorhangfassade (Curtain Wall) und dem Atelierhaus. Im Atelierhaus sind die Mensa und Wohnateliers für die Studenten untergebracht, die einst den Dozenten wie Wassily Kandinsky oder Paul Klee aufmerksam zuhörten. Flügelbau und Werkstättentrakt sind durch eine zweigeschossige Brücke verbunden. Glas, Beton und Stahl dominieren - auch bei der großen Aula und der Bühne. "Das Gebäude steht auch als Beispiel für eine Architektur, die ihre Kontinuität und Brüche mit der Kultur des 19. Jahrhunderts nicht verbergen will", sagt Dr. Annette Zehnter von der Stiftung Bauhaus Dessau gegenüber pressetext.

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Das Gebäude in der Kleinstadt in Sachsen-Anhalt dient übrigens seit 1994 auch als Sitz der Stiftung Bauhaus Dessau, die sich laut Satzung verpflichtet hat, das Erbe des historischen Bauhauses zu bewahren und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die zwischen 1919 und 1933 am Bauhaus entstandenen Arbeiten haben weltweit das Verständnis von Architektur und Design beeinflusst. Nachdem die Nationalsozialisten das Bauhaus Dessau 1932 geschlossen hatten, wurde das Gebäude für unterschiedlichste Zwecke genutzt. 1945 wurde es teilweise zerstört, erst 1976 konnte es denkmalgerecht rekonstruiert werden. Im Jahr 2001 wurde das Bauhaus schließlich in das so genannte Blaubuch aufgenommen, eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland.

Frank-Michael Rall | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bauhaus-dessau.de

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