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Angenehme Reise ins All: TU-Studierende entwickeln Weltraum-Wohnmodul

07.09.2006
Gemütlich wohnen und reisen im Weltall - was morgen Wirklichkeit sein kann, haben heute schon Studenten der Technischen Universität Darmstadt in einem Wettbewerb ersonnen. Initiator war das Mannheimer Landesmuseum für Technik und Arbeit, das ab 28. September die Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg "Abenteuer Raumfahrt. Aufbruch ins Weltall" zeigt.

Die beiden Studenten Paulo Gotta und Marc Flick vom Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung im Fachbereich Architektur haben den ersten Preis gewonnen und dürfen jetzt ihre Ideen für die Sonderausstellung verwirklichen. Entworfen haben die "Weltraumarchitekten" ein visionäres Wohnmodul, das den Aufenthalt für Weltraumtouristen so angenehm wie möglich macht.

Ein Luftkissen stülpt sich über den müden Astronauten, hält ihn trotz Schwerelosigkeit im Bett fest und sorgt massierend für Entspannung. Nebenan im Fitnesscenter warten die Ergometer, um dem Muskelabbau vorzubeugen. Die Kommandozentrale komplettiert den "Versatile Tank", wie die Studenten ihren Entwurf genannt haben, den "vielseitigen Behälter". Das Wohnmodul in Form eines Rades mit acht Metern Durchmesser, das die Besucher auf die Reise in eine imaginäre Raumstation mitnehmen soll, wird im Eingangsbereich der Raumfahrtsschau zu sehen sein.

Für den Projektleiter der Mannheimer Raumfahrtausstellung, Dr. Rüdiger Seltz, eröffnet das Riesenrad eine große Spielwiese der Fantasie: "Wir wollen das Faszinierende der Raumfahrt zeigen und einen Blick in die Zukunft wagen, aber dabei nie den Blick für das Realistische verlieren." Professor Johann Eisele, Leiter des Fachgebiets Entwerfen und Baugestaltung, und die betreuende Lehrbeauftragte Vera Martinez sind hoch zufrieden mit dem Wettbewerb: "Alle Entwürfe sind von exzellenter Qualität".

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Weltraumarchitektur ist am Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung bereits Tradition. Ein Hotel und ein Taxi fürs All haben die Darmstädter bereits entworfen. Ein Absolvent wird demnächst sein Wissen der europäischen Weltraumagentur ESA zur Verfügung stellen.

Alle Entwürfe werden auf der Großen Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg im Landesmuseum für Technik und Arbeit vom 28. September 2006 bis 9. April 2007 zu sehen sein. Und das Weltraummodul "Versatile Tank" wird sich in voller Größe langsam drehen.

Pressekontakt:
Vera Martinez, TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung, mobil: 0179/7633387

Vera Hierholzer, Landesmuseum für Technik und Arbeit Mannheim, Projektkommunikation, Tel.: 0621/4298-809

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de
http://www.raumfahrt-ausstellung.de

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