Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Augen auf beim Neubau / dena zeigt, was Bauherren vor dem Spatenstich beachten sollten

29.08.2012
Wer sich für den Neubau eines Hauses entscheidet, sollte gleich zu Beginn der Planungen die Energieeffizienz im Auge behalten.

In Zeiten hoher Gas- und Ölpreise bieten Neubauten mit geringem Energiebedarf viele Vorteile: So ist man unabhängiger von den Entwicklungen der Energiepreise. Dank komfortabler Technik, angenehmer Raumwärme und einem gesunden Raumklima verfügen energieeffiziente Häuser auch über großen Wohnkomfort und einen hohen Wohnwert.

"Gerade bei Neubauten ist es sinnvoll, hocheffizient zu bauen. Die Techniken sind ausgereift und der Mehraufwand im Vergleich zu einem Standardbau gering. Bauherren, die besonders energetisch bauen, erhalten zudem Unterstützung vom Staat", erklärt Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Zugleich müssen Bauherren bestimmte gesetzliche Mindestanforderungen bei Neubauten beachten. Die dena zeigt auf, welche Vorgaben der Gesetzgeber macht.

Verpflichtungen, die man kennen sollte

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt der Gesetzgeber vor, wie viel Energie ein Neubau maximal für Heizung und Warmwasser benötigen darf. Ziel ist ein möglichst niedriger Energieverbrauch in Gebäuden. Die EnEV lässt dem Bauherrn viel Spielraum, wie er die Anforderungen erreicht. So können Gebäudehülle und Anlagentechnik gemeinsam bei der Berechnung des künftigen Energiebedarfs berücksichtigt werden.

Ebenso muss ein Teil des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Das schreibt das Erneuerbare-Energien-WärmegesetzEEWärmeG) vor. Dabei können die künftigen Hausbesitzer selbst entscheiden, in welcher Form die erneuerbaren Energien genutzt werden. Sie müssen lediglich darauf achten, dass ein bestimmter Prozentsatz der Wärme mit dem jeweiligen Energieträger erzeugt wird.

Bei Solarenergie sind es zum Beispiel 15 Prozent, bei Holz oder Holzpellets 50 Prozent. Wer keine erneuerbaren Energien nutzen kann oder möchte, muss den Wärmebedarf beispielsweise durch höhere Dämmstärken zusätzlich verringern.

Zum Abschluss der Bauarbeiten müssen Hauseigentümer die Qualität ihres Hauses mit einem Energieausweis nachweisen. Der Energieausweis informiert über die energetische Qualität des Hauses. Dieses Dokument gehört ebenso zum Haus wie der Bauantrag oder der Grundbuchauszug.

Unterstützung durch den Staat

Für Häuser mit geringem Energiebedarf hat die KfW den Begriff Effizienzhaus eingeführt. Alle aktuellen Neubauten müssen mindestens den Effizienzhaus-Standard 100 vorweisen. Die KfW fördert den Bau von Häusern, die deutlich besser sind als dieser Standard. So werden Hausherren, die KfW-Effizienzhäuser 70, 55 und 40 bauen, mit Darlehen oder Zuschüssen unterstützt. Je niedriger die Zahl, desto geringer der Energieverbrauch. So benötigt ein neu gebautes "Effizienzhaus 55" beispielsweise nur 55 Prozent der Energie, die der Gesetzgeber als Maximum für Neubauten vorschreibt.

Expertenhilfe

Je besser der geplante energetische Standard des Hauses ist, desto höher sind die Anforderungen an die Qualität der auszuführenden Arbeiten. Außerdem muss für die Förderung der Effizienzstandard von einem Sachverständigen bestätigt werden. Beim Neubau von Effizienzhäusern 40 und 55 ist die Förderung zusätzlich daran gebunden, dass eine energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen verbindlich durchgeführt wird. Unter www.energie-effizienz-experten.de finden Interessierte bundesweit Fachleute, die in diesen Förderprogrammen aktiv sind.

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena),
Christina Rocker, Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-608, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699,
E-Mail: rocker@dena.de

Christina Rocker | dena
Weitere Informationen:
http://www.dena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Innovatives Hybridsystem in der Gebäudetechnik
15.12.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Fassaden, die mitdenken
06.12.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik