Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Wege zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität

01.09.2010
Das diesjährige Symposium des Informations- und Koordinationszentrums für Biologische Vielfalt (IBV) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) findet am 09. und 10. November 2010 in Bonn statt.

Das Thema lautet:„Neue Wege zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität – Effektivität und Perspektiven von Fördermaßnahmen im Agrarbereich“.

Das Symposium wird vom IBV gemeinsam mit DIVERSITAS Deutschland e.V. und dem Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (Nefo) des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) organisiert.

Das "Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt", zu welchem die Vereinten Nationen das Jahr 2010 erklärt haben, soll auf den weltweit akut drohenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam machen. Auch die Artenvielfalt in der Ernährung, der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft ist bedroht.

Der Verlust dieser sogenannte Agrobiodiversität betrifft die Menschen direkt, da sie die wesentliche Grundlage der Ernährung und der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen bildet. So ist beispielsweise ein breites Sorten- und Rassenspektrum Garant dafür, Kulturpflanzen und Nutztiere durch Zucht an sich ändernde Klimabedingungen anpassen zu können. Denn Agrobiodiversität ist die Grundlage für Innovationen im Agrarsektor. Zu ihrem Erhalt gehört auch die Pflege typischer und an unterschiedlichen Lebensräumen reichen Kulturlandschaften. Hier erbringt maßgeblich die Agrarwirtschaft Leistungen zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung öffentlicher Güter.

Diese Leistungen werden durch den Markt jedoch nicht ausreichend honoriert. Bestehende Agrarumweltprogramme und andere Förderinstrumente gleichen gegenwärtig nur Einkommensverluste, die bei Anwendung besonders umweltfreundlicher Bewirtschaftungsverfahren entstehen, aus. So wird die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Agrobiodiversität zwar indirekt gefördert, stellt derzeit aber nur bedingt den eigentlichen Förderinhalt dar.

Mit Blick auf die Agrarpolitik nach 2013 ist deshalb nicht zuletzt die Forschung gefragt, mehr Wissen und Klarheit über den Beitrag der Agrarwirtschaft zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität zu schaffen. Im Hinblick auf dieses Ziel, sollte insbesondere die Effizienz der eingesetzten Mittel beleuchtet und neue Förderansätze aufgezeigt werden.

Das Symposium richtet sich an Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung sowie an Interessierte der Öffentlichkeit und der betroffenen Wirtschaftsbereiche.

Ansprechpartner:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV)
Dr. Stefan Schröder und Daniela Kießling
Tel.: 0228-6845-3243 bzw. -3236
E-Mail: stefan.schroeder@ble.de und daniela.kiessling@ble.de

Dr. Holger Stöppler-Zimmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.genres.de
http://www.genres.de/service/ibv-symposien/aktuelles-symposium/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Julius Kühn-Institut etabliert Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLF)
22.03.2017 | Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

nachricht Im Drohnenflug dem Wasser auf der Spur
03.03.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise