Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachwachsende Rohstoffe und Fruchtfolgegestaltung

17.02.2010
Winterzwischenfrüchte und Nachbau-Mais für die Biogasanlage

In der landwirtschaftlichen Praxis erfolgt der Maisanbau für die Biogasgewinnung häufig nach einer Hauptfrucht. Der Boden bleibt über Winter unbedeckt, mit den bekannten negativen Folgen.

Christian Menke hat am Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen in seiner Doktorarbeit untersucht, welche Winterzwischenfrüchte sich als Vorfrucht für Energiemais eignen.

Besonderes Augenmerk richtete er dabei auf die Aufnahme von Stickstoff durch die Zwischenfrüchte, die Absenkung des Herbst-Nmin-Wertes, den Biomasse-Ertrag der Zwischenfrüchte sowie eine günstige Vorfruchtwirkung. Durch hohe Stickstoffgehalte in den Pflanzen und geringe Nmin-Werte im Herbst zeichneten sich besonders die Varianten mit Kreuzblütlern und Weidelgras aus. Die höchsten Methanausbeuten verzeichnete Menke bei Gräser- und Getreide-Varianten. Unter den gegebenen Bedingungen - 30 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zur Vorfrucht, keine weitere N-Düngung, keine Pflanzenschutzmittel außer Schneckenkorn, zwei sehr milde Winter sowie überdurchschnittlich viele Niederschläge - kann Menke für sein System Landsberger Gemenge, Wickroggen sowie Inkarnatklee als Vorfrüchte vor Mais empfehlen.

Timm Reinecke hat dazu im Rahmen einer Master-Arbeit Versuche mit dem nachfolgend angebauten Mais angestellt. Er fand heraus, dass der Mais nach Vorfrüchten mit hoher Wurzellängendichte wie Gräsern oder Kräutern (Spitzwegerich) langsamer auflief als nach Brache oder Kreuzblütlern.

Die höchsten Biomasseerträge lieferten der Mais - der im Versuch nicht gedüngt wurde - nach Schwarzbrache (136 Dezitonnen pro Hektar) und Leguminosen wie Inkarnatklee und Zottelwicke (126 beziehungsweise 147 dt/ha).

Die Methanerträge des Maises plus Winterzwischenfrüchte waren am höchsten bei Inkarnatklee (7 926 Normliter Methan pro Hektar), Winterackerbohnen-Erbsen-Gemenge (7 789) und Ackerbohnen (7 704). Die geringsten Methanausbeuten konnten bei Deutschem Weidelgras plus Mais (4 829 Normliter Methan pro Hektar) sowie Spitzwegerich plus Mais (4 343) verzeichnet werden.

Dr. Ute Zöllner | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie