Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herbizideinsatz in Zuckerrüben

24.04.2002


Zu späte Behandlung kostet Ertrag

Eine ausreichende Unterdrückung von Unkraut ist neben der richtigen Düngung die wichtigste Voraussetzung für hohe Erträge im Zuckerrübenanbau. Nach den Ergebnissen des Instituts für Zuckerrübenforschung (IfZ) in Göttingen aus Versuchen zu Bekämpfungsschwellen bei Restverunkrautung in Zuckerrüben ist vor allem die Zusammensetzung der Unkrautarten entscheidend. So liegt die Toleranzgrenze niedrig-wachsender, spätkeimender Arten wie Bingelkraut oder Windenknöterich deutlich über der konkurrenzstarker Arten. Finanzielle Verluste durch sinkenden Zuckerertrag stellen sich bei diesen Unkräutern erst ab einem Gesamtunkrautdeckungsgrad (GUDG) von über elf Prozent ein. Setzt sich die Verunkrautung dagegen überwiegend aus konkurrenzstarken Arten wie Kreuzkraut, Kamille oder Weißer Gänsefuß zusammen, entstehen bereits bei Deckungsgraden über zwei Prozent finanzielle Einbußen. Entscheidend für den Bekämpfungserfolg ist eine rechtzeitige Behandlung im Keimblattstadium der Unkräuter. Denn alle zurzeit zugelassenen Herbizide haben bei verspäteter Applikation, etwa ab dem Zweiblattstadium der Rüben, keine ausreichende Wirkung mehr. Ein zu später Herbizideinsatz bei einer Restverunkrautung von 15 Prozent GUDG, mit überwiegend konkurrenzstarken Arten, führte in den Versuchen der IfZ zu Ausfällen von bis zu 2,1 Tonnen pro Hektar im bereinigten Zuckerertrag. Dies entsprach einem Ertragsrückgang von 26 Prozent. Bei schwächerer Unkrautkonkurrenz lagen diese Verluste mit 4,4 Prozent (0,5 t) wesentlich niedriger.

Jürgen Beckhoff | aid-PresseInfo
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Berichte zu: GUDG Herbizideinsatz IfZ Restverunkrautung Zuckerrüben

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Julius Kühn-Institut etabliert Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLF)
22.03.2017 | Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

nachricht Im Drohnenflug dem Wasser auf der Spur
03.03.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie