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Grundlage für Bekämpfung der allergenen "Beifuß-Ambrosie" geschaffen

22.06.2007
Der im März dieses Jahres von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer vorgestellte "Aktionsplan gegen Allergien" erhält nun deutliche Konturen auch bei den Maßnahmen gegen die hochallergene Pflanze Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Das Bundesverbraucherministerium hat die Bundesländer informiert, dass die Beifuß-Ambrosie im Rahmen des Pflanzenschutzgesetzes bekämpft und somit ihre weitere Ausbreitung mit Nachdruck eingedämmt werden kann.

Das BMELV hat damit die zuständigen Behörden der Bundesländer benachrichtigt, wie sie nach den Regeln des Pflanzenschutzrechts handeln können. Bei Bedarf kann der Pflanzenschutzdienst jedes Bundeslandes Bekämpfungsmaßnahmen wie das Vernichten der allergenen Pflanzen oder eine Meldepflicht anordnen.

Vor allem wegen ihres immensen Allergiepotentials wird die bereits im 19. Jahrhundert aus Nordamerika importierte Beifuß-Ambrosie in vielen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft. So bestehen in der Schweiz seit 2006 gesetzliche Regelungen, um die Ausbreitung der Pflanze zu stoppen. Aber auch als Ackerunkraut in der Landwirtschaft verursacht sie bereits in Ungarn und Frankreich Probleme.

Die Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) gehen davon aus, dass auch jetzt wieder verstärkt Ambrosia-Pflanzen gefunden werden. Die Pflanze wächst vorzugsweise auf offenen Böden und Freiflächen, zum Beispiel an Straßenrändern, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. Mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter kann zu immer neuen Funden - auch im eigenen Garten - führen.

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Um die weitere Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie zu verhindern, hat die Biologische Bundesanstalt, die das Thema seit einigen Jahren verfolgt, mit Ärzten, dem Deutschen Wetterdienst, Universitäten und anderen Behörden für 2007 ein Aktionsprogramm erarbeitet.

Hauptziel ist, die Pflanze möglichst vor der ab Juli beginnenden Blüte zu beseitigen. Daneben möchten die Wissenschaftler ein genaueres Bild über das Vorkommen der unscheinbaren, bisher bei Botanikern wenig beachteten Pflanze in Deutschland gewinnen. Auch die Bürger können Fundorte der Pflanze über ein Formular auf der Website der BBA melden. Ausführliche Informationen sind hierzu unter : www.bba.bund.de/ambrosia abrufbar. Für Mitteilungen und Fragen zum Thema Ambrosia wurde außerdem die E-Mail ambrosia@bba.de eingerichtet.

Dr. Gerlinde Nachtigall | idw
Weitere Informationen:
http://www.bba.bund.de/ambrosia

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