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Pestizide auf Pflanzenbasis

17.01.2007
Insektizide und Pestizide werden in der heutigen Landwirtschaft weit verbreitet eingesetzt. Neue Trends zeigen, dass die Verwendung von natürlichen, pflanzlichen Toxinen gegenüber den synthetischen Alternativen umweltfreundlicher sein kann.

Das von der Europäischen Kommission finanzierte FATEALLCHEM-Projekt diente einer detaillierten Risikobewertung hinsichtlich des Einsatzes von natürlichen Pflanzentoxinen als Pestizide; dieses Verfahren bezeichnet man als Allelopathie. Bislang waren die potenziellen Gefahren für Mensch und Umwelt, die von der Allelopathie ausgehen, noch nicht so umfangreich untersucht worden.

Die Projektpartner erforschten die allelopathischen Eigenschaften von Weizen sowie deren Nutzung zum Schutz der Ernte. Man geht davon aus, dass weizenbasierte Pestizide ein umweltfreundliches Profil besitzen und die menschliche Gesundheit weniger gefährden.

Am Dänischen Institut für Landwirtschaftswissenschaften (Danish Institute of Agricultural Sciences) testete man verschiedene Weizenarten auf ihre Wirkung im Fortpflanzungszyklus der Getreideläuse, einem häufig vorkommenden Schädling, hin. Man fand heraus, dass die Weizen-Metaboliten MBOA und BOA das Wachstum reduzieren und gelegentlich zu Einschränkungen um bis zu 50% führen.

Die Forscher bemühen sich um weitere Unterstützung, um die allelopathischen Eigenschaften von Weizenpflanzen vollständig zu erforschen sowie um deren großflächige Verwendbarkeit als Insektizide und Pestizide zu bewerten.

Lars Monrad Hansen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.agrsci.dk

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