Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Tolle Knolle" im Blickpunkt: Weg der Kartoffel vom Acker auf den Teller

10.05.2006
Die gesunde Knolle als Pflanze und als Lebensmittel steht im Mittelpunkt eines Projektes, an dem bald alle dritte Grundschulklassen der Gemeinde Wallenhorst bei Osnabrück teilnehmen werden. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei alle Phasen der Lebensmittelkette kennen lernen - vom Anbau auf dem Feld bis hin zum fertigen Gericht und damit dem Geschmack.

Das Projekt des WABE-Zentrums der Fachhochschule Osnabrück wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 26.000 Euro gefördert. "Es kann modellhaft das Wissen um die nachhaltigen Wechselwirkungen der Ernährung vom Anbau über Be- und Verarbeitung, Transport und Zubereitung bis zum Konsum für Grundschulkinder aufbereiten, erproben und auswerten," so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

Die Kinder werden in dem neuen Vorhaben des Zentrums der Fachhochschule Osnabrück die gesunde Knolle selbst legen, ernten und in verschiedener Weise zubereiten. Der Zeitraum für diese Aktion, bei der der ökologische Anbau von Kartoffeln im Mittelpunkt steht, erstreckt sich daher über ein Jahr. Die Schülerinnen und Schüler werden bei der Zubereitung im WABE-Zentrum auch den Verbrauch an Energie und Wasser beim Kochen erfassen, um ökologische Auswirkungen im Haushalt am Beispiel der Kartoffel transparent zu gestalten.

Diese erlebnis- und handlungsorientierte Ernährungsbildung für Grundschüler wird ab Mai 2006 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück gefördert. Das "Schüler-Kartoffelfeld" wird auf dem Waldhof-Gelände bei dem WABE-Zentrum - Klaus-Bahlsen-Haus sein. Dieser Versuchsbetrieb des Studiengangs Ökotrophologie der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Osnabrück besteht seit knapp zwei Jahren.

... mehr zu:
»Anbau »Kartoffel »Knolle »Ökotrophologie

Das Projekt unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Maria-Elisabeth Herrmann und Prof. Dr. Stephan A. Kolfhaus verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Ernährungswissenschaft und Pädagogik für die Gesundheitsbildung. Durch die Kooperation mit den örtlichen Schulen kann die Umwelt- und Gesundheitsbildung konkret umgesetzt werden und als Beispiel für nachhaltige Ernährungs- und Konsummöglichkeiten vom Kindesalter an dienen. Die Ergebnisse des Vorhabens werden Anfang 2007 mit den beteiligten Einrichtungen und der Fachöffentlichkeit diskutiert.

Kooperationspartner des Projektes sind neben dem Studiengang Ökotrophologie der FH Osnabrück die Gemeinde Wallenhorst, der Arbeitskreis "Anders Essen" der Lokalen Agenda der Stadt Osnabrück und die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft.

Nach wie vor herrsche in weiten Teilen der Bevölkerung eine große Unkenntnis über die natürlichen Grundlagen der Lebensmittelproduktion, die häufig zu falschen Vorstellungen von Landwirtschaft und Tierhaltung führe, so Brickwedde. Ursache hierfür sei einerseits die gewachsene Entfremdung von Natur und Landschaft und deren Nutzung durch den Menschen, andererseits die deutliche Ferne des Alltags zur landwirtschaftlichen Produktion. Dies betreffe nicht zuletzt zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die insbesondere in Städten den direkten Bezug zur Landwirtschaft und zu den Produzenten ihrer Nahrungsmittel verloren hätten.

Mit dem geplanten Vorhaben widme sich die Fachhochschule Osnabrück einem wichtigen Thema, das zahlreiche Ansätze für die Vermittlung komplexer Umweltzusammenhänge bereits im Grundschulbereich biete. Das in diesem Zusammenhang entwickelte Bildungskonzept, das neben der Vermittlung theoretischer Kenntnisse das unmittelbare Erleben und Nachvollziehen von Produktionsprozessen und -abläufen im Nahrungsmittelbereich und deren Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft ermögliche, entspreche modernen Ansätzen der Nachhaltigkeitskommunikation.

Ansprechpartnerin für das WABE-Zentrum der Fachhochschule Osnabrück:
Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, Studiengang Ökotrophologie,
E-Mail: E. Leicht-Eckardt@fh-osnabrueck.de, Tel.: 0541/969-5088, Fax 9696-5204

Lidia Uffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-osnabrueck.de

Weitere Berichte zu: Anbau Kartoffel Knolle Ökotrophologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Getreide, das der Dürre trotzt
19.09.2017 | Universität Wien

nachricht BMEL verstärkt Maßnahmen im Kampf gegen das Eschentriebsterben
11.09.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie