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Augen auf - Schwefel-Mangel in Wintergetreide weit verbreitet!

06.05.2005


Schwefel-Mangel in Rapsbeständen wird von vielen Landwirten mittlerweile erkannt und in der Düngung berücksichtigt. Dementsprechend sind auch in diesem Jahr Rapsfelder mit schweren Mangelsymptomen nur noch selten zu finden. Forscher/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig haben aktuell festgestellt, dass zurzeit jedoch gehäuft sichtbare Schwefel-Mangelsymptome in Getreidebeständen, vor allem in Winterweizen, auftreten. In Getreide ist Schwefel-Mangel weit schwieriger zu identifizieren als in Raps und wird in vielen Fällen mit unzureichender Stickstoff-Versorgung verwechselt. Typisch für Schwefel-Mangel sind im Gegenlicht hellgrün erscheinende Pflanzen und Bestände (Bild 1), wobei diese im Feld als unregelmäßige Flecken verteilt sind (Bild 2). Diese Flecken treten vorzugsweise zunächst dort auf, wo die Böden leichter, grundwasserfern oder auch verdichtet sind.


Basierend auf langjährigen Versuchserfahrungen empfehlen die FAL-Forscher/innen in Beständen mit Mangelsymptomen zur Begrenzung von Ertrags- und Qualitätsverlusten in Wintergetreide umgehend noch eine Schwefel-Düngung von 20-30 kg Schwefel pro Hektar auszubringen.

Kontakt:

Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: pb@fal.de

Margit Fink | idw
Weitere Informationen:
http://www.fal.de/

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