Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Optimierung der Anwendung Automatischer Melksysteme

05.04.2005


Automatische Melksysteme können dazu beitragen, die Lebensqualität europäischer Milchbauern zu verbessern. Diese Systeme erfordern einen neuen Ansatz zum Molkereimanagement, und die europäische Forschung hilft, diesen zu definieren.


Automatische Melksysteme (AMS) können die Melkhäufigkeit so optimieren, dass der Gesamtertrag gesteigert und gleichzeitig die Zahl der benötigten Arbeitskräfte gesenkt werden kann. Die vom Life Quality Programme unterstützte Forschung stellt sicher, dass die Einführung von AMS in Europa mit größtmöglicher Sicherheit erfolgt.

Die Hygiene ist ein entscheidendes Problem, wenn es um das Melken im Allgemeinen geht - egal ob per Hand oder durch AMS durchgeführt. Die Sauberkeit des Euters der Kuh ist von äußerster Bedeutung, um das Vorkommen von Bakterien, wie beispielsweise Koliform-Bakterien, in der Rohmilch gering zu halten. Im Rahmen des Automatic Milking Projekts wurden alle führenden Marken von Mechanismen zur Euterreinigung für AMS getestet.


Man fand heraus, dass einige Marken nicht so gut sind wie andere und deshalb verbessert werden müssen. Darüber hinaus versagten selbst effiziente Reinigungsmechanismen, wenn sie von Landwirten mit einer weniger proaktiven Einstellung zur Reinlichkeit auf dem Hof und zur Tierhygiene angewandt wurden. Auf der Grundlage der gesammelten Daten umfassen Empfehlungen zur Vermeidung von Verunreinigungen den regelmäßigen Austausch der Geräte zur Euterreinigung und der Streumaterialien für die Tiere, eine höhere Melkhäufigkeit sowie einen verringerten Tierbestand.

Eine der häufigsten Folgen eines unsauberen Hygienemanagements bei Kühen ist Mastitis, eine Entzündung des Euters der Kuh, die durch eine Infektion hervorgerufen wird. Mastitis bei Kühen wird mit verschiedenen Antibiotika behandelt. Bei ungenügender Vorsicht können geringe, jedoch entscheidende Mengen dieser Medikamente in die Rohmilch gelangen. Das deutsche Bundesforschungszentrum für Ernährung und Nahrungsmittel führte eine Reihe kontrollierter Experimente durch, um die Auswirkungen der Melkhäufigkeit und der Art des Medikaments auf die antibiotischen Rückstände in der Milch im Sammelbehälter zu untersuchen.

Die Forscher fanden heraus, dass eine gesteigerte Melkhäufigkeit, die mit mit AMS, jedoch nicht mit manuellen Systemen, leicht durchgeführt werden kann, zu verminderten antibiotischen Rückständen führte. Ein weiteres, innerhalb der Richtlinie 2377/90/EEC festgelegtes Verfahren, um das Level unterhalb des maximalen Rückstandslevels (Maximum Residue Limits - MRL) zu halten, ist die gründliche Reinigung des Geräte zwischen der Nutzung bei den einzelnen Tieren, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden.

Die Ergebnisse des Projekts Automatic Milking sind für Molkereimanager und -berater von Vorteil. Diese Forschungsarbeit könnte garantieren, dass AMS so sicher und effizient wie möglich implementiert werden. Einige der Informationen sind auch für traditionelle Milchbauern von Bedeutung, die gegenwärtig kein AMS implementieren.

Dr. Karin Knappstein | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bafm.de

Weitere Berichte zu: AMS Euterreinigung Mastitis Melkhäufigkeit Melksysteme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Julius Kühn-Institut etabliert Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLF)
22.03.2017 | Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

nachricht Im Drohnenflug dem Wasser auf der Spur
03.03.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie