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Anbau, Ernte und Nutzung von Färberpflanzen

10.11.2004


Naturfarbstoffe können in Deutschland schon heute in hoher Qualität und teilweise zu Weltmarktpreisen produziert werden. Welche Pflanzen dafür geeignet sind, wie man sie kultiviert, erntet und weiterverarbeitet, zeigt die Broschüre "Färberpflanzen".



Sie will Landwirte mit Anbautelegrammen motivieren, sich mit dem Färberpflanzenanbau zu beschäftigen, aber auch Herstellern von Farben oder Textilien ökologische Alternativen zu synthetischen Farbstoffen aufzeigen. Das 52-seitige Heft ist bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) kostenlos erhältlich.

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Wer pflanzliche Farben nutzen wollte, hatte es lange Zeit nicht leicht. Traditionelle Färberpflanzen mussten erst für einen systematischen Anbau fit gemacht werden und auch Verarbeitungs- und Färbeverfahren galt es, modernen Erfordernissen anzupassen. Dass die anfänglichen Hürden mittlerweile weitgehend genommen sind, zeigt die Broschüre "Färberpflanzen" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).

Die Informationen, die die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft zusammengetragen hat, hat die FNR interessant und ansprechend aufbereitet. Entstanden ist ein Heft, das in erster Linie Landwirte motivieren soll, über den Anbau von Waid, Färberwau, Krapp oder anderen Färberpflanzen nachzudenken.

Was dabei zu beachten ist, listen die 12 Anbautelegramme im Detail auf. So ist nicht nur nachzulesen, welche Arbeiten auf dem Feld wann anstehen und wie optimal gedüngt wird, sondern auch mit welchen Maschinen die Ernte der Samen oder der farbstoffliefernden Pflanzenteile am Besten funktioniert. Da die Farbstoffqualität vom Erntezeitpunkt, der richtigen Aufbereitung und Lagerung abhängt, gibt das Heft auch dazu detaillierte Informationen. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Herstellung des Farbbades, der Vorbereitung des zu färbenden Textils und dem Färbevorgang.

Mit der Broschüre liegen die in vielen Jahren der Forschung und Entwicklung gesammelten Erfahrungen erstmals gebündelt vor. Dass dem Leser die geballten Informationen zu bunt werden, ist jedoch nicht zu befürchten. Denn während für Blau, Gelb, Rot oder Braun die verschiedensten Pflanzen brauchbare Farbstoffgehalte liefern, stellt die Farbe Grün die Wissenschaftler auch heute noch vor ein Rätsel. Daran und auch an ertragreicheren Sorten und noch effektiveren Extraktions- und Färbeverfahren wird auch in Zukunft noch intensiv gearbeitet werden. Das wachsende Interesse der Industrie rechtfertigt die Bemühungen um hautverträgliche und ökologische Farbstoffe allemal!

Die Broschüre "Färberpflanzen" ist kostenlos und kann bei der FNR unter www.nachwachsende-rohstoffe.de, Stichwort Literatur, bestellt oder heruntergeladen werden.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1, 18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de

Barbara Wenig | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

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