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Pilzbefall an Zuckerrüben vorhersagen

27.07.2004


Universität Kiel bietet kostenlosen Service im Netz



Der sehr feuchte Sommer erhöht die Gefahr eines Pilzbefalls von Nutzpflanzen. Damit die Pflanzenschutzmittel für die Zuckerrübe möglichst gezielt eingesetzt werden, bietet die Kieler Universität den Bauern eine Website an. Sie liefert Aussagen zur Wahrscheinlichkeit des Pilzbefalls. Die Prognosemodelle sind aus einer langjährigen Forschungsarbeit entstanden, die Wetterdaten, den Pilzbefall an den Blättern der Zuckerrübe sowie Ertrag und Qualität der Ernte umfassten.



Auf der Seite www.ips-zuckerruebe.de stellt das Institut für Phytopathologie die Infektionswahrscheinlichkeit sowie Behandlungsschemata ein. Die Site ist kostenlos abzurufen. Darüber hinaus werden Anleitungen zur individuellen Befallsdiagnose und gezielten Bekämpfung geliefert.

Professor Joseph-Alexander Verreet: "Um die Umwelt zu schonen und den Ressourceneinsatz zu minimieren sollte das Motto in der konventionellen Landwirtschaft immer lauten: Nur spritzen, wenn es die aktuelle Situation erfordert. Hierfür bieten wir den Bauern ein geeignetes Instrumentarium." Das Modell des Integrierten Pflanzenschutzes Zuckerrübe (IPS) verknüpft unterschiedliche Einzelbausteine zu einem aussagefähigen Vorhersagemodell. Pilzepidemien lassen sich durch die Einbeziehung von landesspezifischen Messdaten für unterschiedliche Orte gezielt voraussagen.

In unseren Breiten ist die Zuckerrübe der Zuckerlieferant Nummer eins. Ertragsverluste von bis zu 50 Prozent bei Pflanzen, die nicht behandelt wurden, sind bei starken Epidemien möglich.

Susanne Schuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.ips-zuckerruebe.de

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