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Weniger Wasser, bessere Ernte

20.07.2004


In der europäischen Landwirtschaft werden große Wassermengen für die Bewässerung von Feldern verbraucht. Bei der Verwendung von weniger fortschrittlichen Bewässerungsmethoden haben die Verantwortlichen mit Problemen wie Abfluss aus dem Mutterboden und Wasserabfällen zu kämpfen. Weil in vielen Gebieten die für die Bewässerung geeigneten Wasservorräte sehr knapp sind, muss die Landwirtschaft für eine Optimierung des Gesamtprozesses angemessene Bewässerungsmethoden erforschen.


Mit der Absicht, bessere Ernteerträge mit geringerem Wasserverbrauch zu erreichen, hat ein Konsortium das System der partiellen Austrocknung von Wurzelzonen (PRD-Partial Root Drying) erforscht. Bei diesem System wird zunächst nur eine Hälfte des Wurzelsystems einer Pflanze bewässert, während die andere Hälfte trocken bleibt. Die bewässerten Zonen wechseln regelmäßig, wobei ein Teil des Wurzelsystems ständig trocken bleibt.

In einer Branche, in der sich Wassereinschränkungen direkt in den Kapitalgewinnen niederschlagen, führt das PRD-System zu einer Wassereinsparung von 50%. In Marokko konnte bei Experimenten mit Tomaten sowohl eine bessere Fruchtqualität erzielt als auch größere Früchte geerntet werden. Diese Ergebnisse verdeutlichen in direkter Weise die Vorteile, die die partielle Austrocknung von Wurzelzonen als Bewässerungssystem hat. Davon kann besonders Marokko als semiaride Region mit extrem knappen Wasserressourcen profitieren.


Die Auswirkungen, die ein solches System auf Regionen mit einer schlechten landwirtschaftlichen Eignung haben kann, sind enorm. Mit dem PRD-System kann auch die Arbeitsintensität verringert werden und im Vergleich mit anderen Bewässerungsmethoden werden weniger moderne Beobachtungssysteme benötigt. Deshalb kann die Übernahme des Systems in Gebieten mit einer geringen landwirtschaftlichen Eignung einen Beitrag zur regionalen und weltweiten Nachhaltigkeit leisten.

Dr. Rachid Serraj | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ucam.ac.ma

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