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EU-Projekt überwindet die politische Trennung und liefert Bewässerungsstrategien für Dürregebiete des Mittelmeerraums

14.04.2003


Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt überwindet die politische Trennung zur Einführung von Strategien zur Verwaltung der Bewässerung in der Mittelmeerregion.



Das unter dem Programm "Internationale Zusammenarbeit" (INCO) des Fünften Rahmenprogramms (RP5) finanzierte Projekt für nachhaltige Wasserverwendung im Gartenbau im Mittelmeerraum (HORTIMED) zielt auf die Anpassung von Bewässerungslösungen an eine Region, in der schlechte Qualität und hoher Salzgehalt des Wassers gang und gäbe sind, ab.



An dem mit insgesamt einer Million Euro ausgestatteten Projekt sind Forscher aus den Dürregebieten von Ägypten, Israel, dem Westjordanland und Gaza-Streifen, Griechenland und Zypern beteiligt, die sich mit einer gemeinsamen Strategie für ihr Problem zusammengetan haben.

"Die Forschung hilft, Brücken zwischen den Kulturen im Nahen Osten zu bauen", so der EU-Kommissar für Forschung Philippe Busquin. "Die beteiligten Wissenschaftler setzen sich über politische Feindseligkeiten hinweg, um ein dauerhaftes Bewässerungssystem zu entwickeln. Ihre Anstrengungen werden dazu beitragen, dass sowohl die arabische als auch die israelische Bevölkerung dauerhaft mit hochwertigen pflanzlichen Produkten sowie mit Trinkwasser von besserer Qualität versorgt werden können."

Das Projekt hat zwei miteinander verbundene Prioritäten. Die erste besteht in der Bereitstellung von Süßwasser für die Stadtgebiete der Region. Die Forscher führen Experimente zum Salzgehalt und zur düngenden Bewässerung der Pflanzen im Klima eines Treibhauses im Hinblick auf die Senkung der Wasserabhängigkeit von Nutzpflanzen durch. Die erwarteten Ergebnisse sollten die Verwaltung multipler Wasserressourcen verbessern und die Durchführbarkeit von Systemen zum Sammeln und zur Aufbereitung von Wasser bestimmen.

Zum zweiten werden im Rahmen des Projekts Methoden betrachtet, um die Bewässerung zu verbessern und um bessere Pflanzen mit schlechter Wasserqualität zu erzeugen, wie beispielsweise mittels Fruchtwechsel und Drainage-Recycling. Die Forscher haben außerdem vorhandene Studien über die Stressreaktion in Bezug auf den Salzgehalt von in Treibhäusern angebauten Pflanzen zusammengetragen, um Funktionen hinsichtlich Ertrag und Qualität in Bezug auf den Salzgehalt abzuleiten.

Um die Abstimmung und Kohärenz dieser Experimente sicherzustellen, wurde eine Datenbank eingerichtet, in der alle teilnehmenden Wissenschaftler ihre Daten eintragen. Die Forscher erwarten, dass sie beim Abschluss des Projekts über eine umfangreiche Palette von Verfahren verfügen, die als Empfehlungen für die Anbauer in der Region vorgestellt werden.

| Cordis News
Weitere Informationen:
http://www.medaqua.org/forum/HORTIMED.html

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