Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,3 Millionen Euro Landesmittel für Kompetenzzentrum Nachhaltige Holznutzung

12.09.2002



Produkte und Verfahren für Mittelstand und Industrie - Neues Zentrum vernetzt Kompetenzen

 Mit einem Betrag von insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert das Land Niedersachsen in den kommenden drei Jahren den Aufbau eines Kompetenzzentrums Nachhaltige Holznutzung (NHN), das die Universität Göttingen beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beantragt hat. An dem neu gegründeten Zentrum werden Wissenschaftler der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität, der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt sowie des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut) in Braunschweig mit Industriepartnern und mittelständischen Unternehmen der Region zusammenarbeiten. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung neuer, umweltschonender Verfahren bei der Holzproduktion und die Verbesserung bisheriger Produktionsmethoden.

Das Kompetenzzentrum soll die dezentral in Niedersachsen vorhandenen Kompetenzen in den Bereichen Holzproduktion, Holztechnologie und molekulare Biotechnologie bündeln und eine Infrastruktur schaffen, die eine interdisziplinäre fachübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. Dabei wird im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz besonderer Wert auf eine praxisbezogene Forschung gelegt, die die in Niedersachsen ansässigen Betriebe der Holz- und Möbelindustrie durch innovative Konzepte stärkt. "Das Kompetenzzentrum Nachhaltige Holznutzung wird Neuentwicklungen von der Idee über das Patent bis hin zum Produkt kompetent begleiten und Wissenschaftlern wie Produzenten als zentrale Anlaufstelle dienen - es soll ein qualitativ und quantitativ bedeutender Schwerpunkt für die moderne Holzforschung in Europa werden", so die Sprecherin des NHN, Prof. Dr. Andrea Polle vom Institut für Forstbotanik der Universität Göttingen. Noch für das Jahr 2002 weist das Ministerium einen Teilbetrag von 500.000 Euro für die neue Wissenschaftseinrichtung an.

Die beteiligten Institutionen haben zunächst vier "Leitprojekte" entwickelt, die nach dem heutigen Kenntnisstand für die Praxis besonders relevant sind: Das erste Projekt wird "Neuartige Klebstoffe und Verleimungstechniken" erforschen, die umweltgerecht sind und die bisherigen petrochemischen Bindemittel ablösen sollen. Das zweite Projekt "Emissionsminderung und Umweltschutz" beschäftigt sich mit umweltgerechten, geruchs- und staubmindernden Verfahren bei der Trocknung von Spänen, Fasern und Furnieren. Ein drittes Projekt soll neue Verfahren zur "Veredelung und Schutz von Holz" weiter entwickeln. Dabei werden heimische, schnell nachwachsende Hölzer durch chemische und thermische Modifizierungen widerstandfähig gemacht. Die Abhängigkeit von Importen tropischer Harthölzer soll so gemindert werden. Das vierte Projekt widmet sich dem Thema der Stromproduktion aus Holzfasern: "Neue Ansätze zur Konversion von Holz zu Energie: Anbau - Ernte - Vergasung - Brennstoffzellen - Strom".

Mittelfristig, so die Antragsteller, soll das Zentrum über Patentverwertungen und Produktentwicklungen wirtschaftlich unabhängig werden. "Die Erfolgsaussichten sind hoch, das das Zentrum sich nach dem Fortfall der Anschubförderung durch das Land über externe Aufträge selber tragen wird", heißt es dazu im Antrag.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Andrea Polle
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
Institut für Forstbotanik
Büsgenweg 2, 37077 Göttingen
Tel. (0551) 39-3480, Fax (0551) 39-2705
E-Mail: apolle@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://%20www.uni-forst.gwdg.de/

Weitere Berichte zu: Forstwissenschaft Holznutzung Kompetenzzentrum NHN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Elefanten-Herpes: Super-Verbreiter gefährden Jungtiere
04.05.2017 | Universität Zürich

nachricht Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen
27.04.2017 | Universität Trier

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten