Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Funktionale Genomanalyse: Neue Werkzeuge und Methoden für die Tierzucht

23.04.2008
Agrarwissenschaftler der Georgia Augusta koordiniert BMBF-gefördertes Forschungsvorhaben

Die Entwicklung neuer Zuchtmethoden, die unter den Aspekten Tiergesundheit, Produktqualität und Tierschutz in der Zucht landwirtschaftlicher Nutztiere eingesetzt werden sollen, stehen im Mittelpunkt eines mit 1,5 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts.

Koordinator des Vorhabens ist Prof. Dr. Henner Simianer vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Georg-August-Universität. Neben den Göttinger Forschern sind daran fünf weitere Arbeitsgruppen aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie verschiedene Wirtschaftspartner beteiligt.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms "Funktionale Genomanalyse im tierischen Organismus" (FUGATO plus), das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgelegt hat. Das BMBF stellt zwei Drittel der Fördergelder zur Verfügung, sie werden durch Mittel der beteiligten Wirtschaft ergänzt. Die dreijährigen Forschungsarbeiten haben im März 2008 begonnen.

... mehr zu:
»Genomanalyse »Tierzucht

Das zu Jahresbeginn bewilligte Forschungsprojekt mit dem Titel FUGATO+brain befasst sich mit der Entwicklung eines Expertensystems zur Umsetzung von Ergebnissen der Funktionalen Genomanalyse in Zuchtprogrammen und ist auf dem Gebiet der Zuchtplanung angesiedelt. Ihre Aufgabe ist es, Programmstrukturen so zu optimieren, dass die definierten Zuchtziele mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erreicht werden.

"In der modernen Tierzucht geht es jedoch nicht mehr nur um eine quantitative Steigerung der Zuchtleistung, sondern verstärkt um eine bessere Qualität der Produkte, eine größere Krankheitsresistenz sowie geringere Umweltbelastungen", betont Prof. Simianer. "Neue Züchtungstechniken, die auf molekulargenetischen Ansätzen basieren, machen eine Verbesserung der Zuchtplanungsmethodik dringend erforderlich." Die im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelten Methoden und Werkzeuge sollen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Zuchtunternehmen und Zuchtverbänden aus der Rinder-, Schweine-, Hühner- und Pferdezucht in die Praxis umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt der Göttinger Forschungsarbeiten steht die Weiterentwicklung der sogenannten Genflussmethode, die den methodischen Kern der Zuchtplanung darstellt. Die Arbeiten am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik werden mit rund 320.000 Euro gefördert. An dem Gesamtprojekt beteiligt sind neben den Wissenschaftlern der Georg-August-Universität auch Forscher der Technischen Universität München und der Universität Kiel sowie Experten des Forschungsinstituts für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere, der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Hinzu kommen verschiedene Partner aus der Wirtschaft.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Henner Simianer,
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften - Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen,
Telefon (0551) 39-5604, Fax (0551) 39-5587
e-mail: hsimian@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.tierzucht.uni-goettingen.de

Weitere Berichte zu: Genomanalyse Tierzucht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
06.01.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Kleinbauern in Afrika: Clevere Milchkühlung – dank Solar auch ohne Stromanschluss
02.01.2017 | Universität Hohenheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau