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120 Forschungseinrichtungen in Europa entwickeln in vier Jahren wissensbasierte Entscheidungsunterstützungssysteme für EU-Politi

27.03.2008
Internationale Konferenz: Impact Assessment of Land Use Changes

Wissenschaftler des SENSOR-Projekt - angesiedelt im Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Müncheberg - laden vom 7.04. bis 9.04.2008 zur internationalen Konferenz in die Humboldt Universität Berlin ein.

Die vorausschauende Nachhaltigkeitsbewertung ist ein stetig wachsender Wissenschaftsbereich, der ein breites Spektrum an Methoden und Wissenschaftsdisziplinen vereint.

Hauptanliegen dieser gemeinsamen Konferenz ist es, Experten unterschiedlicher Fachgebiete (Nachhaltigkeitsbewertung, Landnutzung, Landschaftsforschung, Land- und Forstwirtschaft, Umweltökonomie, Soziologie des ländlichen Raumes und der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik) zu vereinen, um in einem größeren interdisziplinären Rahmen Ideen, Herangehensweisen und innovative Ergebnisse im Bereich der Nachhaltigkeitsprüfung von Landnutzung und der Politikunterstützung auszutauschen.

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Im ländlichen Raum werden sozioökonomische Entwicklungen und Umweltprozesse maßgeblich durch die Landnutzung beeinflusst. Zielsetzung der Landnutzungspolitik auf europäischer Ebene ist es, die Nachhaltigkeit des Ressourcenkonsums und der ländlichen Entwicklung zu unterstützen, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und den Negativzusammenhang von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung aufzulösen. Zur optimalen Umsetzung dieser Handlungsprämissen werden Werkzeuge benötigt, die Vorhersagen über mögliche Auswirkungen von Landnutzungsentscheidungen auf alle Teilaspekte der nachhaltigen Entwicklung treffen.

Das EU-finanzierte Projekt SENSOR entwickelt Werkzeuge zur vorausschauenden Nachhaltigkeitsbewertung von politischen Entscheidungen für die Landnutzung europäischer Regionen. SENSOR bildet mit drei weiteren Projekten EFORWOOD (Forstwirtschaft), PLUREL (Beziehungen zwischen Stadt und Land) und SEAMLESS (Landwirtschaft) eine Familie von Großprojekten der Europäischen Kommission, die zusammen mit einem Umfang von ca. 40 Mio. Euro 120 Forschungseinrichtungen in Europa für einen Zeitraum von 4 Jahren vereint, um wissensbasierte Entscheidungsunterstützung für EU Politik zu entwickeln.

P.S.:
SENSOR ist ein Integriertes Projekt im 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (FP6) unter der Leitung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg.
Über das ZALF
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. betreibt eine inter- und transdisziplinierte integrative Erforschung von Systemen in Agrarlandschaften und der Entwicklung ökologisch und ökonomisch vertretbarer Landnutzungssysteme, die auf die zukünftige Entwicklung der ländlichen Räume ausgerichtet ist. Es ist seit 1997 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Weiterführende Informationen erteilt Dr. Katharina Helming, helming@zalf.de

Heike Schäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.sensor-conference2008.eu
http://www.zalf.de

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