Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dioxin- und PCB-Einträge bei der Produktion von Lebensmitteln vermeiden

25.01.2008
Mit Dioxinen und Chlorverbindungen kontaminierte Lebensmittel können für die Verbraucherinnen und Verbraucher ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin hat das Bundesumweltministerium einen Leitfaden für Nutztierhalter vorgestellt, mit dem sich die Quellen solcher Belastungen bei der Lebensmittelproduktion aufspüren lassen. Der Leitfaden gibt Hühner-, Rinder- und Schweinehaltern Hinweise, wie sie Dioxin- und PCB-Einträge bei der Produktion von Milch, Fleisch und Eiern erfolgreich verhindern können.

Immer, wenn Meldungen über mit Dioxin oder PCB belastete Lebensmittel in Europa die Runde machten, waren dafür punktuelle besondere Verunreinigen in der Produktionskette verantwortlich. Die Fragebögen zur Betriebsanalyse im Anhang des Leitfadens können als Grundlage für die möglichst vollständige und systematische Erfassung solcher Konta-minationsquellen dienen, wie Schrottplätze, Abfallverbrennung, Einsatz von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. So lassen sich gefährliche „Ausreißer“ verhindern.

Die Altlasten aus der Hochzeit der Chlorchemie finden sich – wenn auch nur in Spuren – nach wie vor überall in der Umwelt. Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dioxine sind chemisch sehr stabil und besonders giftig. Sie reichern sich im Fettgewebe von Tieren und Menschen an. Der Mensch nimmt diese schädlichen Substanzen im Wesentlichen über fetthaltige, vom Tier stammende Nahrung auf. Zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher gelten europaweit rechtsverbindliche Grenzwerte und freiwillig anzuwendende Auslösewerte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in verschiedenen Lebensmitteln.

... mehr zu:
»Dioxin »PCB

Die langjährige Auswertung der Messwerte für PCB und Dioxine in Luft, Wasser und Boden zeigt, dass die bisherigen Umweltschutzmaßnahmen Erfolg hatten. Die allgemeine Belastung der Umwelt mit diesen Stoffen, die so genannte Hintergrundbelastung, ist in Deutschland sehr gering. Es zeigt sich in den meisten Lebens- und Futtermitteln relativ einheitlich ein sehr geringes Belastungsniveau sowohl mit Dioxinen als auch mit PCB. Die Dioxinbelastung in dem am umfangreichsten untersuchten Lebensmittel Milch hat zwischen 1987 und 2006 um rund 80 Prozent von 2,3 auf 0,4 Pikogramm Dioxinäquivalente je Gramm Milchfett abgenommen. Demnach führt die Hintergrundbelastung der Umwelt heute in der Regel nicht zu Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte für diese die Gesundheit gefährdenden Stoffe in Milch, Fleisch oder Eiern.

Der Leitfaden „Dioxin- und PCB-Einträge in Lebensmittel vermeiden“ kann kostenlos beim Bundesumweltministerium angefordert werden. Adresse: BMU, Broschürenstel-le, Postfach 30 03 61, Fax: 0228/99 305-33 56, e-Mail bmu@broschuerenversand.de.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Dioxin PCB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Die smarte klassische Landhausvilla
28.11.2016 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Kleinbauern setzen verstärkt auf Monokulturen
10.11.2016 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten