Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Kaiserslautern fertigt im Auftrag der LMK erstmals ein DRM+-Radio auf Basis des NOXON DAB USB-Sticks

20.02.2013
Die TU Kaiserslautern fertigt im Auftrag der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) ein DRM+-Kofferradio als Demonstrator auf Basis handelsüblicher und kostengünstiger Bauteile gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen, und der FH Kaiserslautern. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass durch eine einfache Software-Erweiterung für den NOXON DAB USB-Stick zusätzlich zu DAB+ auch UKW-FM und DRM+ empfangen werden kann.

DRM+ ist ein neues terrestrisches digitales Hörfunksystem auf Basis des europäischen Standards Digital Radio Mondiale (DRM), mit dem digitale Hörfunkprogramme im UKW-FM-Bereich und im VHF-Band III gemeinsam mit DAB+ ausgestrahlt werden könnten. DRM+ ist mit der Kapazität zur Verbreitung von durchschnittlich zwei Hörfunkprogrammen und weiteren Zusatzanwendungen insbesondere interessant für lokale Hörfunkveranstalter und Bürgermedien.

Problematisch für die Markeinführung von DRM+ ist unter anderem, dass DRM+-Empfangsgeräte im Handel nicht erhältlich sind, obwohl Multinormradios, die DAB+, FM und zusätzlich DRM+ empfangen, technologisch problemlos herstellbar wären.

Zum Nachweis, dass mit kostengünstigen, im Handel erhältlichen Bauteilen ein Multinormradio zum Empfang von DRM+ gebaut werden kann, hatte die LMK der TU Kaiserslautern in 2012 einen Forschungs- und Entwicklungsauftrag erteilt. Im Rahmen von Studienarbeiten bauten zwei Studierende ein funktionsfähiges DRM+-Kofferradio als Demonstrator.

Dieser basiert auf dem bekannten NOXON DAB USB-Stick der Firma Terratec, der zum DAB+-Empfang für rund 25 Euro verkauft wird. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen, unterstützte die Arbeit durch die Weiterentwicklung ihres DRM+-Decoders und funktionale Erweiterung des Fraunhofer-Multimediaplayers, der auch als Basis des NOXON MediaPlayers für DAB dient, zum DRM+-Empfang.

Prof. Dr.-Ing. Ralph Urbanksy, Leiter des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik an der TU Kaiserslautern, zeigte sich erfreut: „Die Labormessungen mit dem DRM+-Demonstrator, die von der FH Kaiserslautern unterstützt wurden, zeigten, dass auf Basis des NOXON DAB USB-Stick und der Erweiterung der Empfangssoftware ein DRM+-Empfang mit einfachen Mitteln realisierbar ist. Dank der gerätetechnischen Unterstützung durch die FH Kaiserslautern konnten wir den Betrieb in allen VHF-Bändern demonstrieren.“

Dieser erstmals gebaute Demonstrator in Form eines Kofferradios ist über freie Software prinzipiell erweiterbar für den Empfang von FM-Radio oder anderen Rundfunkdiensten. Joachim Lehnert, Leiter der Abteilung Technik der LMK, führte hierzu aus: „Wir sind stolz darauf, dass es mit den bewährten Projektpartnern gelungen ist, erstmals eine funktionsfähige und kostengünstige Entwicklungsplattform für zukünftige Forschungsprojekte an die Hand zu geben, die auch zu Vorführungen auf Veranstaltungen oder in DRM+-Feldversuchen dienen kann. Es wäre gut, wenn das international tätige DRM-Konsortium diese Idee als Chance aufgreifen würde, um den Radiomarkt für DRM+ zu öffnen.“

Der jetzt vorgelegte Abschlussbericht „Entwicklung und Fertigung eines Multinorm-Empfängers zum Empfang von DRM im Mode E (DRM+) gemeinsam mit DAB+ und UKW-FM und von weiteren Hörfunksystemen“ mit den Details über das DRM+-Kofferradio und den Ergebnissen der Labormessungen ist kostenfrei abrufbar unter www.drm-radio-kl.eu

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Ralph Urbanksy, Tel.: 0631/205-2830,
E-Mail: urbansky@eit.uni-kl.de
Dipl.-Volkswirt Thomas Jung
Leiter PR und Marketing
TU Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Straße 47
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631/205-2049
Fax: 0631/205-3658
E-Mail: thjung@verw.uni-kl.de

Thomas Jung | TU Kaiserslautern
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de
http://www.drm-radio-kl.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vom Rollstuhl auf das Liegerad – Mit Funktioneller Elektrostimulation zum Cybathlon
30.09.2016 | Technische Universität Berlin

nachricht 3D-Food Printing an der Hochschule Rhein-Waal
29.09.2016 | Hochschule Rhein-Waal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: First-Ever 3D Printed Excavator Project Advances Large-Scale Additive Manufacturing R&D

Heavy construction machinery is the focus of Oak Ridge National Laboratory’s latest advance in additive manufacturing research. With industry partners and university students, ORNL researchers are designing and producing the world’s first 3D printed excavator, a prototype that will leverage large-scale AM technologies and explore the feasibility of printing with metal alloys.

Increasing the size and speed of metal-based 3D printing techniques, using low-cost alloys like steel and aluminum, could create new industrial applications...

Im Focus: Zielsichere Roboter im Mikromaßstab

Dank einer halbseitigen Beschichtung mit Kohlenstoff lassen sich Mikroschwimmer durch Licht antreiben und steuern

Manche Bakterien zieht es zum Licht, andere in die Dunkelheit. Den einen ermöglicht dieses phototaktische Verhalten, die Sonnenenergie möglichst effizient für...

Im Focus: Experimentalphysik - Protonenstrahlung nach explosiver Vorarbeit

LMU-Physiker haben mit Nanopartikeln und Laserlicht Protonenstrahlung produziert. Sie könnte künftig neue Wege in der Strahlungsmedizin eröffnen und bei der Tumorbekämpfung helfen.

Stark gebündeltes Licht entwickelt eine enorme Kraft. Ein Team um Professor Jörg Schreiber vom Lehrstuhl für Experimentalphysik - Medizinische Physik der LMU...

Im Focus: Der perfekte Sonnensturm

Ein geomagnetischer Sturm hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Jahrzehnte rätselte die Forschung, wie hoch energetische Partikel, die auf die Magnetosphäre der Erde treffen, wieder verschwinden. Jetzt hat Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität Potsdam mit einem internationalen Team eine Erklärung gefunden: Entscheidend für den Verlust an Teilchen ist, wie schnell die Partikel sind. Shprits: „Das hilft uns auch, Prozesse auf der Sonne, auf anderen Planeten und sogar in fernen Galaxien zu verstehen.“ Er fügt hinzu: „Die Studie wird uns überdies helfen, das ‚Weltraumwetter‘ besser vorherzusagen und damit wertvolle Satelliten zu schützen.“

Ein geomagnetischer Sturm am 17. Januar 2013 hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Der Sonnensturm ermöglichte einzigartige Beobachtungen, die...

Im Focus: New welding process joins dissimilar sheets better

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of light metals.
Scientists at the University of Stuttgart have now developed two new process variants that will considerably expand the areas of application for friction stir welding.
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH supports the University of Stuttgart in patenting and marketing its innovations.

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart Glasses Experience Day

30.09.2016 | Veranstaltungen

Einzug von Industrie 4.0 und Digitalisierung im Südwesten - Innovationstag der SmartFactoryKL

30.09.2016 | Veranstaltungen

"Physics of Cancer" - Forscher diskutieren über biomechanische Eigenschaften von Krebszellen

30.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Smart Glasses Experience Day

30.09.2016 | Veranstaltungsnachrichten

Materialkompetenz für den Leichtbau: Fraunhofer IMWS präsentiert neue Lösungen auf der K-Messe

30.09.2016 | Messenachrichten

Vom Rollstuhl auf das Liegerad – Mit Funktioneller Elektrostimulation zum Cybathlon

30.09.2016 | Energie und Elektrotechnik