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Blickregistrierung für leichteres Recycling

12.05.2000


Das gezeigte Bild (farbig und in hoher

Auflösung) können Sie auch aus dem Internet herunterladen, und zwar

unter

http://www.uni-kl.de/Pressestelle/Bilder.htm


Die Altauto- oder Elektroschrott-Verordnung beweisen es: Das Recycling von Produkten rückt mehr und mehr ins Blickfeld des Gesetzgebers. Die Demontage der ausrangierten Geräte verursacht dabei
nicht unerhebliche Kosten. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Rainer Renz untersucht mittels Blickregistrierung, wie sich Produkte schon bei der Entwicklung hinsichtlich einer einfachen und schnellen Demontage optimieren lassen.

Bei der Blickregistrierung werden die Augenbewegungen von Probanden mittels einer am Kopf befestigten Kamera festgehalten, während eine zweite Kamera zur gleichen Zeit die betrachtete Szene aufzeichnet. Beide Informationen werden miteinander verrechnet; ein Fadenkreuz auf dem Monitor macht dann zu jeder Zeit ersichtlich, welchen Teil des Gerätes die Versuchsperson gerade anschaut. Mit einem Videorekorder können die Daten für spätere Analysen aufgezeichnet werden.
Mit Hilfe der Blickregistrierung ist es möglich, beim Demontagevorgang zwischen der Zeit, die für das Erkennen der neuralgischen Punkte benötigt wird, und der reinen Zerlegungszeit zu differenzieren. Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass die Erkennungszeit bis zu 45% der Demontage ausmachen kann. Wird dagegen schon bei der Produktentwicklung auf ein entsprechendes Produktdesign geachtet, lässt sich dieser kostenintensive Schritt erheblich verkürzen.
Auch zur Optimierung von Reparaturhandbüchern oder Bedienungsanleitungen lässt sich die Blickregistrierung einsetzen. Oder auch für die Entwicklung nutzerfreundlicher Webseiten - gilt doch gerade online der Spruch: Time is money.

Ansprechpartner:
Jens Niewöhner
Tel.: 0631/205-3964
email: niewoehner@mv.uni-kl.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Frank Luerweg |

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