Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltneuheit aus Dresden auf der Kunststoffmesse K 2001 in Düsseldorf

22.10.2001


Vom 25. Oktober bis 1. November präsentiert sich das Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) - ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft G. W. Leibniz - auf der weltgrößten Kunststoffmesse K 2001 in Düsseldorf.


Bild des Prozessmikrophotometers PMP 691 adaptiert am Extruder ZSK 40


Bild des Prozessmikrophotometers PMP 691 adaptiert am Extruder ZSK 40 (Detail)



Gezeigt wird dabei unter anderem der Prototyp eines ProzessMikroPhotometers PMP 691, das von Wissenschaftlern des IPF Dresden in Kooperation mit der Fa. TOPAS GmbH in Dresden und der TU Dresden, Lehrstuhl Mechanische Verfahrenstechnik, entwickelt und patentiert wurde. Das Gerät kann am Ausgang eines in der Kunststoffverarbeitung üblichen Schmelzeerzeugers (Extruders) angeschlossen werden und erlaubt erstmals, die Partikelgrößencharakterisierung bei Mischprozessen im Extruder (Blends, Composites, Compounds) inline und in Echtzeit. Zusätzlich lassen sich mit dem neuen Prozess-Sensor unerwünschte Effekte bzw. Störungen im Verarbeitungsprozess und der Produktqualität, wie z. B. Stippen, Gelteilchen, Gasblasen oder Verunreinigungen, bei laufendem Extruderbetrieb detektieren. Die Extrusionsbedingungen können auf dieser Grundlage ohne Unterbrechung des Prozesses so kontrolliert und optimiert werden, dass die Qualität des auszuliefernden Endproduktes gesichert wird.


Angesichts der großen Mengen von Kunststoffen, die weltweit mit Hilfe von Extrusionsprozessen verarbeitet werden, findet diese innovative Methode der Prozesskontrolle in der Industrie bereits nach ersten Veröffentlichungen großes Interesse. Die Serienproduktion des Mikrophoto-meters als industriell einsetzbarer Sensor für die Prozesskontrolle und die Qualitätsüberwachung wird von der Fa. TOPAS derzeit vorbereitet.

Ein weiteres Highlight in der Präsentation des IPF auf der K 2001 ist ein Roboterarm aus faserverstärktem Kunststoff, der von der aus dem IPF ausgegründeten Firma Hightex Verstärkungsstrukturen GmbH, Dresden, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des IPF entwickelt wurde. Dieser Roboterarm hatte bereits auf der Verbundwerkstoffmessse JEC in Paris im April dieses Jahres für Furore gesorgt, zeigt er doch, welche neuen Möglichkeiten im Leichtbau sich durch die Anwendung der im IPF entwickelten Tailored Fibre Placement Technologie ergeben. Der Arm wird nunmehr von Hightex im Auftrag der Fa. KUKA und im Zusammenwirken mit der Fa. Avantgarde Technologie GmbH Gilching in Serie produziert.


Kerstin Wustrack | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipfdd.de/whatsnew/whatsnew.html

Weitere Berichte zu: IPF Kunststoff Kunststoffmesse Roboterarm TOPAS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Bionik im Leichtbau
17.08.2018 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Phänomenologisches Berechnungskonzept verkürzt das Auslegen von Spritzgussformteilen
13.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics