Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OptoRep" - Automatisierte Fertigungszelle für den Werkzeug- und Formenbau

15.09.2003


Mit der Lieferung der Vertikalfräsmaschine DMC 165 V linear des Herstellers Deckel Maho Geretsried startet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in eine neue Phase des BMBF-geförderten Verbundprojekts "OptoRep": Als Neuzugang im Maschinenpark des Fraunhofer IPT bildet die neue Maschine die Basis zum Aufbau einer neuartigen Reparatur-Fertigungszelle für den Werkzeugbau. Ziel von "OptoRep" ist die vollständige und automatisierte Wiederherstellung von Tiefzieh- und Umformwerkzeugen - vom Ermitteln reparaturbedürftiger Werkzeugbereiche bis hin zum wieder voll einsatzfähigen Werkzeug.



Zu diesem Zweck entwickelt das Fraunhofer IPT einen modular aufgebauten Maschinendemonstrator mit einem Bauraum von rund 1,6 m², in dem sich bis zu acht Tonnen schwere Werkzeugformen mittels Pulverlaserauftragschweißen bearbeiten lassen. Im Inneren der DMC 165 V linear können nach dem Umbau nicht nur verschlissene Werkzeuge repariert oder Designänderungen an Werkzeugen vorgenommen, sondern auch Neuwerkzeuge und Bauteiloberflächen mit lasergehärteten Oberflächen vor Verschleiß geschützt werden.



Ein Laserscanner im Inneren der Reparaturzelle erfasst dazu die Werkstückgeometrie vollautomatisch. Ein Soll-Ist-Vergleich zwischen CAD- und gemessenen Daten bestimmt die verschlissenen Bereiche und bildet sie als NC-Code in einer angepassten CAD/CAM-Kopplung ab. Anschließend wird das Werkzeug mit dem Laser neu beschichtet und im folgenden Schritt durch Fräsen nachbearbeitet.

Der geplante Maschinendemonstrator auf Basis der DMC 165 V linear gewährleistet durch seine Linearantriebe eine hohe Bewegungsdynamik und Bearbeitungsgenauigkeit in der Freiformflächenbearbeitung. Selbst die Komplettbearbeitung von Werkzeugen und Großformen gelingt dank des Doppelspindelaufbaus (3-Achs-Schrupp- und 5-Achs-Schlichtspindel) in einer einzigen Aufspannung. Der für die Prozesskette "OptoRep" erforderliche Laserscanmesskopf und der Pulverauftragschweißkopf werden unmittelbar an den beiden Spindeln angebracht, um Werkzeuge uneingeschränkt zu vermessen und ein konturnahes 5-achsiges-Laserpulverbeschichten durchzuführen.

Die automatisierte Reparaturzelle "OptoRep" ersetzt damit die bisher üblichen getrennten Arbeitsschritte auf unterschiedlichen Maschinen und minimiert so Durchlaufzeiten und Fertigungskosten in der Produktion.


Über das Fraunhofer IPT
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT erarbeitet Systemlösungen für die Produktion. Schwerpunkte sind dabei die Neu- und Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren, der Mess- und Qualitätstechnik sowie entsprechender Anlagen- und Maschinenkonzepte. Das Fraunhofer IPT bezieht Aspekte wie veränderte Human- und Umweltbedingungen in die Gestaltung neuer Lösungen ein. Innovations- und Technologiemanagement ergänzen das Leistungsangebot, um neue Technologien in gewachsene Unternehmensstrukturen einfügen zu können.


Ihr Ansprechpartner
Herr Dipl.-Ing. Mario Kordt
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
52074 Aachen
Telefon: 02 41/89 04-1 27
Fax: 02 41/89 04-61 27
E-Mail: mario.kordt@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de/cms.php?id=1080

Weitere Berichte zu: DMC Maschinendemonstrator OptoRep Reparaturzelle Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues, umweltschonendes Laserbeschichtungsverfahren senkt Herstellungskosten elektrischer Kontakte
21.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mit Polyphosphat gegen die Plastikberge in den Weltmeeren
03.09.2018 | Fachhochschule Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics