Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasser für Namibia: Innovative Technologien für die trockenen Regionen Afrikas

07.09.2012
Dem Projekt CuveWaters ist in Namibia ein Innovationssprung gelungen: In einer Region, die von Überflutungen und Dürren gleichermaßen beherrscht wird, können natürliche Wasserressourcen jetzt ganzjährig genutzt werden.
Mithilfe unterschiedlicher Pilotanlagen wird Trink- und Bewässerungswasser gewonnen. Das vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung koordinierte Verbundprojekt stellt seine Ergebnisse auf der Water Investment Conference im Namibischen Windhoek vor.

Das deutsch-namibische Forschungsprojekt CuveWaters hat in seiner sechsjährigen Projektzeit maßgeschneiderte Lösungen für eine dezentrale und nachhaltige Wasserversorgung der Bewohner im nordnamibischen Cuvelai-Etosha Basin entwickelt. Über ein integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) ist gemeinsam mit den Bewohnern vor Ort und namibischen Partnern aus Politik und Praxis ein komplexes Versorgungssystem entstanden: Pilotanlagen für Regenwassersammlung und Flutwasserspeicherung sowie für die Abwasseraufbereitung und -wiederverwendung stellen Wasser für Nutzgärten bereit. Solar-betriebene Entsalzungsanlagen liefern Trinkwasser für die Bewohner.

CuveWaters-Technologien werden marktfähig
Mit diesem integrierten Ansatz werden Technologien marktfähig, die es Bewohnern trockener Regionen ermöglichen, sich unabhängig von Regenzeiten mit Wasser zu versorgen. Sogar fernab von zentralen Wasserleitungen wird Trinkwasser verfügbar. Auch können sich einzelne Familien oder ganze Dorfgemeinschaften mit dem Anbau von Gemüse selbstversorgen oder neue Einnahmequellen erschließen. Im Zuge von CuveWaters wird auch ein neuartiges energieeffizientes Sanitär- und Abwasserkonzept entwickelt, das nährstoffhaltiges Brauchwasser für die Feldbewässerung hervorbringt. Dabei wird Biogas für die Strom- und Wärmeerzeugung gewonnen. Dieses innovative Konzept bietet neue Perspektiven für kleine Siedlungen im ländlichen Raum, aber auch für schnell wachsende Stadtteile.

Nachhaltiger Wissens- und Technologietransfer
In der bis 2015 geplanten nächsten Projektphase von CuveWaters soll es vor allem darum gehen, die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt für das südliche Afrika nutzbar zu machen. "Ein entsprechender Wissens- und Technologietransfer kann die Lebensbedingungen der Bevölkerung nachhaltig verbessern", sagt ISOE-Projektleiter Thomas Kluge. "Das heißt: Armut reduzieren, Gesundheit und Ernährung sichern und eine Anpassung an den Klimawandel ermöglichen". Der Investition in diese neuartigen Technologien stehe deshalb ein ein hoher Nutzen gegenüber, so Kluge.

Auf Einladung des namibischen Landwirtschaftsministeriums wird CuveWaters seine Projektergebnisse auf der Water Investment Conference 2012 in Windhoek vorstellen. CuveWaters ist ein Verbundprojekt des ISOE in Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Zu den namibischen Kooperationspartnern gehören das Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Forsten (MAWF) und die Desert Research Foundation of Namibia (DRFN).
CuveWaters auf der Namibia Water Investment Conference in Windhoek
12.–14. September 2012
Kontakt: Alexia Krug von Nidda, Namibia +264 81 210 7128

Dr. Corinne Benzing | idw
Weitere Informationen:
http://www.isoe.de/
http://www.cuvewaters.net/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Kleine Wälder sind wichtiger als bisher angenommen
04.12.2019 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

nachricht Arsen umweltfreundlicher aus Trinkwasser filtern
04.12.2019 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

RNA-Modifikation - Umbau unter Druck

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Der Versteppung vorbeugen

06.12.2019 | Geowissenschaften

Verstopfung in Abwehrzellen löst Entzündung aus

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics