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Hamburg entwickelt mit der HCU „Gründachstrategie“ gegen den Klimawandel

10.09.2014

Als erste deutsche Großstadt entwickelt Hamburg Pläne, die Stadt mit Hilfe einer „Gründachstrategie“ an den Klimawandel anzupassen.

Begrünte Dächer bieten Rückhaltung und Verdunstung für 50 bis 90 Prozent der Niederschläge, sie verringern die Überlastung der Entwässerungssysteme und mindern die Gefahr der Überflutung. Zudem wirken sie positiv auf das Stadtklima, erschließen bisher ungenutzte sowie neue Freiräume und erhöhen die Biodiversität in der Stadt.


Anwendungsbeispiel Gründach

Wolfgang Dickhaut / HCU

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fördert die Hamburger Gründachstrategie als Pilotprojekt im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“.

Für das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finan-zierte und gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg durchge-führte Projekt „Entwicklung einer Hamburger Gründachstrategie“ leistet die HCU die wissen-schaftliche Begleitung. Die Schwerpunkte der Aufgaben im Fachgebiet „Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung“ an der HCU liegen in den Modulen „Wasserwirtschaft“ und „Übertragbarkeit“.

Mit der Hamburger Gründachstrategie soll ein Instrumentarium geschaffen werden, mit dem die Stadt verstärkt geeignete Gebiete und Objekte für die Schaffung von Gründächern identi-fiziert. Ziel ist es, deren Zahl deutlich zu erhöhen. Die Gründachstrategie ist ein Baustein des Maßnahmenpaketes Hamburgs zur Anpassung an den Klimawandel.

Eine zentrale Aufgabe der HCU wird es dabei sein, Erfahrungen insbesondere für den Aspekt der wasserwirtschaftlichen Wirksamkeit von Gründächern aufzuarbeiten sowie die erzielten Ergebnisse der geplanten Gründachstrategie im Kontext der Erfahrungen anderer Städte zu bewerten sowie Übertragbarkeiten Hamburger Ansätze zu diskutieren.

Für den wasserwirtschaftlichen Teil soll u.a. ein Messprogramm auf dem Gründach des HCU-Neubaus installiert werden sowie ein Konzept zur Auswertung der Messergebnisse ausgearbeitet werden. An der HCU betreut Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut das Projekt.

Rückfragen und Kontakt ins Präsidium:

Jost Backhaus
HafenCity Universität Hamburg
Referat für Universitätsentwicklung, Organisation und Kommunikation
+49 (0)40 42827 2730
Jost.Backhaus@hcu-hamburg.de

Jost Backhaus | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hcu-hamburg.de/

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