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Behandlung von salzhaltigem Abwasser bei der Algenverwertung

14.05.2019

Die Algenzucht ist in China weit verbreitet. Die Makroalge Laminaria wird in erster Linie als Lebensmittel genutzt, ihre bioaktiven Inhaltsstoffe werden jedoch auch für die Herstellung von Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln oder als Zusatzstoff für Tierfutter verwendet. Bei der industriellen Verarbeitung von Laminaria entsteht Abwasser mit einem Salzgehalt von rund 20 Prozent. Ein Team unter der Leitung von Dr. Laurenz Thomsen, Professor für Geowissenschaften an der Jacobs University Bremen, und Postdoc Dr. Song Wang will dieses hochsalzige Abwasser mit Hilfe von Mikroalgen säubern.

Kooperationspartner ist die Shandong Haizhibao Ocean Science and Technology Co Ltd. Haizhibao ist derzeit der größte Anbieter von Makroalgen in China mit Offshore-Algenfarmen von mehr als 70 Quadratkilometern Größe.


Deutsch-chinesisches Forschungsprojekt (von links nach rechts): Mr. Xiaoyong Liu (Technical center manager, Haizhibao company), Prof. Laurenz Thomsen und Dr. Song Wang, (OceanLab)

Jacobs University

„Aus dem extrem salzigen Prozesswasser bei der Verarbeitung der Algen an Land wollen wir dort lebende Mikroalgen isolieren und identifizieren, die in diesem hypersalinen Abwasser wachsen können“, erklärt Dr. Song Wang. „Ziel ist es, das Abwasser durch die Kultivierung von Mikroalgen zu reinigen und gleichzeitig hochwertige Mikroalgenprodukte für die spätere Vermarktung herzustellen.“

Das Projekt startete im März 2019 und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Es wird von der Regierung der Provinz Shandong, China, im Rahmen des Projekts "Taishan Expert" mit 260.000 Euro finanziert. Prof. Dr. Thomsen wurde im September 2018 zum Taishan-Experten für die Provinz Shandong ernannt.

Über die Jacobs University Bremen:
In einer internationalen Gemeinschaft studieren. Sich für verantwortungsvolle Aufgaben in einer digitalisierten und globalisierten Gesellschaft qualifizieren. Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg lernen, forschen und lehren. Mit innovativen Lösungen und Weiterbildungsprogrammen Menschen und Märkte stärken.

Für all das steht die Jacobs University Bremen. 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet, erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und internationalen Hochschulrankings. Ihre mehr als 1400 Studierenden stammen aus mehr als 100 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium nach Deutschland gezogen.

Forschungsprojekte der Jacobs University werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von global führenden Unternehmen.

Für weitere Informationen: www.jacobs-university.de
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Kontakt:
Carolin Neudeck | Corporate Communications & Public Relations
c.neudeck@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4504

Carolin Neudeck | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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