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Stereotypen beim Gaming veraltet

03.01.2011
Kaum noch einsames Spielen sondern digitales Gemeinschaftserlebnis

Digitale Spiele werden nach wie vor eher negativ bewertet, denn in der Öffentlichkeit werden sie oft als Grund für Gewalt und Sucht gesehen.

Ebenso halten sich hartnäckig vereinfachte Ansichten über die Gamer. Sie seien "vereinsamte Spieler", "Spiele-Nerds" und Gaming sei nur ein "Kinderspiel". Zu diesem Schluss kommen Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim https://www.uni-hohenheim.de/ in ihrer Studie ''GameStat2010', die in der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht wurde.

Die Repräsentativstudie belegt, dass diese Stereotype und überholten Ideen nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Digitale Spiele, gleich welcher Plattform oder Art, bieten demnach inzwischen ein Unterhaltungsangebot für Millionen. Rund ein Viertel der Bevölkerung (24 Prozent) ab 14 Jahren beschäftige sich mit Computer- und Konsolenspielen.

Immer mehr Frauen spielen

Überraschend war für die Forscher die Erkenntnis, dass soziale Spiele sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Darunter fallen sowohl Online-Gemeinschaftsspiele als auch Games vor dem Fernseher. Reine Solo-Spieler sind immer seltener zu finden. Immer mehr im Kommen sind Spielformen, bei denen die Interaktion mit menschlichen Spielpartnern im Vordergrund steht.

Überdies daddeln auch immer mehr Frauen mit. Der Spieleranteil bei den Männern liegt bei 30 Prozent, bei den weiblichen Gamern ist der Nutzeranteil mit 19 Prozent noch niedriger, aber dennoch erheblich. In Sachen Altersstruktur kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Spielerschaft mit zunehmendem Alter zwar deutlich abnimmt, doch bis zu 50 Jahren spielt mehr als ein Viertel der Befragten Computer- oder Videogames.

Caroline Schoettler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de/

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