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Bier erhöht Schuppenflechte-Risiko bei Frauen

17.08.2010
Gluten in der Gerste beeinflusst Entstehung der Krankheit

Regelmäßiger Bierkonsum erhöht bei Frauen das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken. Das berichten Wissenschaftler der Harvard Medical School. Sie gehen davon aus, dass die Gerste im Bier der Grund dafür ist. Das Team um Abrar Qureshi hat herausgefunden, dass Frauen, die mehr als fünf Bier in der Woche trinken, ihr Risiko im Vergleich mit Frauen, die kein Bier trinken, verdoppeln.

Für die in den Archives of Dermatology veröffentlichte Studie wurden die Daten von mehr als 82.000 Krankenschwestern im Alter zwischen 27 und 44 Jahren für den Zeitraum 1991 bis 2005 ausgewertet. Alkoholfreies Bier, Wein und Schnaps haben das Erkrankungsrisiko nicht erhöht.

2,3 alkoholische Getränke pro Woche

Die Forscher beobachteten ein um 72 Prozent erhöhtes Psoriasis-Risiko bei Frauen, die mehr als 2,3 alkoholische Getränke pro Woche konsumierten. Bei Teilnehmerinnen, die fünf Gläser Bier pro Woche tranken, war das Risiko 1,8 mal so hoch. Wurden strengere Kriterien zur Bestätigung von Erkrankungen angelegt, zeigte sich ein um 2,3 mal so hohes Risiko. Bei Frauen, die eine beliebige Menge von alkoholarmem oder alkoholfreiem Bier, Wein oder Schnäpse tranken, konnte kein erhöhtes Risiko nachgewiesen werden.

Wein und Schnaps ausgenommen

Qureshi betonte, dass normales Bier das einzige alkoholische Getränk war, dass das Schuppenflechte-Risiko erhöhte. Das lege nahe, dass bestimmte nicht alkoholische Bestandteile, die in Wein oder Schnaps nicht enthalten sind, eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Krankheit spielen könnten. Die aktuellen Forschungsergebnisse legen nahe, dass das Gluten in der Gerste, die für die Fermentierung des Biers eingesetzt wird, eine entscheidende Rolle spielt.

Frühere Studien haben gezeigt, dass eine Ernährung ohne Gluten die Symptome bei Patienten lindern kann. Menschen mit Schuppenflechte dürften also über eine latente Glutenunverträglichkeit verfügen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://hms.harvard.edu/hms
http://archderm.ama-assn.org

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