Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VerbraucherAnalyse 2004

20.09.2004


50- bis 65-jährige Frauen mit hohem Marken- und Qualitätsbewusstsein / 14- bis 19-jährige legen hohen Wert auf Outfit und Ausstrahlung /Neues Zielgruppenmerkmal „Werbedruck“ sorgt für Innovation in Werbeplanung

Sie revoltierten gegen das Establishment und hatten postmaterielle Lebensziele: Heute sind die ehemaligen 68er im Alter zwischen 50 und 65 Jahren und haben zu einem tiefgreifenden Wandel in Lebensstil und -einstellung ihrer Altersgruppe beigetragen. Die VerbraucherAnalyse 2004 vergleicht Rollenverständnis, Konsum- und Freizeitverhalten der weiblichen „Best Ager“ mit derselben Altersgruppe vor zehn Jahren und stellt deutliche Veränderungen fest: Während 1994 nur 28 Prozent der 50- bis 65-Jährigen berufstätig waren, sind es heute 44 Prozent. Eine aktivere Lebenseinstellung zeigt sich auch bei den Freizeitinteressen: Verschiedene Aktivitäten haben in den letzten zehn Jahren deutlich an Beliebtheit zugelegt, z. B. Essen gehen (von 74 Prozent auf 81 Prozent), Pop-Konzerte (von 4 Prozent auf 10 Prozent) und Sport (von 22 Prozent auf 29 Prozent). Während 1994 lediglich 46 Prozent der Frauen zwischen 50 und 65 Jahren einen Führerschein besaßen, sind es heute 64 Prozent. Aktive Freizeitgestaltung und ein modernes Rollenverständnis gehen einher mit dem Wunsch nach gesunder Lebensweise, Jugendlichkeit und einem attraktiven Äußeren. Diese Entwicklung zeigt sich in der steigenden Beliebtheit von Kosmetika: Vor zehn Jahren verwendeten 14 Prozent aller 50- bis 64-jährigen Frauen regelmäßig Gesichts-Make-up, 17 Prozent Augen-Make-up und 33 Prozent Lippenstift, heute sind es 22 Prozent, 26 Prozent bzw. 39 Prozent. „Die Best Ager achten beim Einkauf auf Qualität und legen Wert auf Marken. Dafür sind sie auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen“, erklärt Dr. Adrian Weser, Leiter Research & Media Marketing Bauer Media KG, „Best Ager sind in einigen Bereichen bereits heute die interessantesten Konsumenten. Als Werbezielgruppe werden sie in den nächsten Jahren noch deutlicher in den Focus rücken.“

Ebenso tiefgreifend wie bei den Best Agern haben sich in den letzten 10 Jahren auch Lebenseinstellungen und Wertvorstellungen der 14- bis 19-Jährigen gewandelt. Die VA 2004 stellt fest, dass das Interesse der Jugendlichen am äußeren Erscheinungsbild deutlich zugenommen hat. Während 1994 nur 33 Prozent der jungen Frauen und 25 Prozent der Männer auf ein trendbewußtes Outfit achteten, sind es 2004 bereits 41 bzw. 30 Prozent. Bei den Mädchen haben vor allem Kosmetikprodukte zugelegt, bei den jungen Männern insbesondere Haarstylingprodukte (von 8 Prozent auf 33 Prozent). Im Gegensatz zu 1994 hat hingegen das Umweltbewusstsein der jungen Generation deutlich abgenommen. Während 1994 weit über die Hälfte (61 Prozent) der Jugendlichen auf umweltfreundliche Produkte achteten, sind es heute nur noch 39 Prozent. Auch Gesundheitsbewusstsein und sportliche Aktivitäten sind zurückgegangen. Deutliche Veränderungen zeigen sich auch beim Medienkonsum: Neben Fernsehen, Internet, Kino und DVDs spielen auch Zeitschriften eine wachsende Rolle. Ihre Reichweite hat von 47 Prozent auf 56 Prozent zugenommen.

Die VA 2004 ist mit über 31 000 Fällen Deutschlands größte Markt- Mediastudie. Sie erhebt jedes Jahr das Konsum- und Medienverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Die Studie erscheint seit 1983 jedes Jahr und macht somit die Analyse von langfristigen Veränderungen möglich. Für Unternehmen, Media- und Werbeagenturen sowie diverse Forschungsprojekte stellt die VA umfassendes Datenmaterial zur Analyse und Interpretation bereit. In diesem Jahr weist die VerbraucherAnalyse außerdem als erste Markt-Mediastudie für 38 FMCG-Produktbereiche den Werbedruck als eigenes Zielgruppenmerkmal aus. Konsumenten können danach differenziert werden, ob sie bereits einem sehr hohen oder noch geringen Werbedruck ausgesetzt sind und inwieweit sie noch durch Werbebotschaften erreichbar sind. „Die Implementierung des Werbedrucks als eigenes Zielgruppenmerkmal ist für die Werbeplanung eine Innovation“, erklärt Wilfried Wenzel, Marktforschung Axel Springer AG, „die Streugenauigkeit von Werbebotschaften und Kontaktintensität wird davon erheblich profitieren.“

Der Codeplan zur VA 2004 kann unter folgender Adresse bestellt werden:

E-Mail: dataservice@convidis.com, Tel. 040/3019-8230, Fax 040/3019-140 14 51

Jutta Schneider | Bauer Verlagsgruppe
Weitere Informationen:
http://www.axelspringer.de/mediapilot.de
http://www.bauermedia.com

Weitere Berichte zu: VerbraucherAnalyse Werbedruck Zielgruppenmerkmal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Was ist Asthma – und wenn ja wie viele?
12.09.2018 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics