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Unter wachstumsstarken High-Tech-Unternehmen herrscht vorsichtiger Optimismus

04.05.2004


Neue Studie von Deloitte zeichnet Stimmungsbild: Absatzsteigerungen auch bei geringen Neueinstellungen möglich


In zahlreichen Führungsetagen der international wachstumsstärksten High-Tech-Unternehmen herrscht derzeit vorsichtiger Optimismus. Laut einer neuen Studie von Deloitte beurteilen Unternehmenschefs die Chancen für Umsatzsteigerungen und die Aussichten für einen globalen Konjunkturaufschwung in den kommenden zwölf Monaten positiv.

Die Vorstände und Geschäftsführer verfolgen weiterhin den bisherigen Wachstumskurs, setzen dabei aber auf eine vorsichtigere Strategie. Umsatzziele und Marktanteilssteigerung haben zwar klare Priorität vor Kostensenkung und Cash-Flow-Management, bei moderaten Einstellungsplänen streben die CEOs aber vor allen Dingen profitables und nachhaltiges Wachstum an.


Die Deloitte Studie mit dem Titel "Cautious Optimism" analysiert die Antworten von mehr als 400 CEOs, die an der Deloitte Technology Fast 500 Initiative teilgenommen haben. Fast 75 Prozent der Befragten schätzen die Chancen des eigenen Unternehmens auf hohe Wachstumsraten in den kommenden zwölf Monaten als "sehr zuversichtlich" oder "extrem zuversichtlich" ein. Weniger als 15 Prozent sehen nachhaltiges Umsatzwachstum durch wirtschaftliche Faktoren gefährdet - im letzten Jahr waren es noch mehr als doppelt so viel.

"Die Studie zeigt, dass kontrolliertes und nachhaltiges Wachstum für schnell wachsende Technologieunternehmen höchste Priorität hat und von den CEOs als persönliche Herausforderung verstanden wird", erklärt Dieter Schlereth, Partner in der Global Technology, Media & Telecommunications Industry Group und geschäftsführender Partner von Deloitte. "Die meisten gehen davon aus, dass der Löwenanteil des Wachstums aus bestehenden Geschäftssegmenten und nicht aus Fusionen und Übernahmen resultieren wird. Das ist eine deutliche Abkehr von der Goldgräbermentalität der späten 90er Jahre."

Noch im letzten Jahr bezeichneten 58 Prozent der Befragten CEOs aus Nordamerika das Cash-Management als größte finanzielle Herausforderung. Aktuell sind es nur noch 25 Prozent. Weltweit hat sich das Thema Umsatzsteigerung für 50 Prozent aller Unternehmenschefs als wichtigstes Ziel herauskristallisiert einhergehend mit einer Optimierung der Vertriebs- und Marketingstrategie als größte operative Herausforderung.

Trotz aggressiver Wachstumspläne gehen die meisten Unternehmer davon aus, dass sich ihr Personalbestand nur wenig erhöhen wird. Etwa 55 Prozent der Befragten beabsichtigen, weniger als 25 Stellen zu schaffen, bei weiteren 25 Prozent sollen es bis zu 50 Stellen werden. Obwohl positiv sind die Zahlen noch weit entfernt von der Einstellungswelle im High-Tech-Boom der 90er Jahre.

Ein weiteres Unternehmensziel ist die Konzentration auf lokale und regionale Märkte. Trotz aller Globalisierungsbestrebungen versuchen immer mehr Unternehmen, Marktchancen im näheren Umfeld zu nutzen. Etwa zwei Drittel der Befragten bezeichneten die Heimatregion als wichtigsten Wachstumsmotor. In Europa bereiten sich viele Unternehmen darauf vor, die eben erfolgte Erweiterung der Europäischen Union von 15 auf 25 Mitgliedsstaaten für sich selbst zu nutzen. Im Raum Asien/Pazifik sondieren High-Tech-Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten in China und Indien.

Das Internet als zentraler Trend der 90er Jahre scheint im neuen Jahrtausend noch weiter an Bedeutung zu gewinnen. Weltweit zählen CEOs das Internet neben mobiler und leitungsgebundener Kommunikation zu den drei wachstumsstärksten Technologien in den nächsten ein bis drei Jahren. Das Internet wird von Unternehmen zunehmend als extrem leistungsstarkes Tool gesehen und vermarktet. Es unterstützt die Rationalisierung von Geschäftsprozessen, fördert die Zusammenarbeit zwischen Geschäftspartnern und hilft, neue Märkte und Geschäftsmodelle zu schaffen. Über 14 Prozent der befragten Unternehmen sind direkt in Internet bezogenen Branchen tätig; fast alle nutzen das Internet zur Verbesserung der von ihnen angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

"In den Führungsetagen der High-Tech-Industrie hat man aus dem letzten Boom-Bust-Zyklus einiges gelernt. Man hat sich geschworen, nicht noch einmal dieselben Fehler zu machen", so Frank M. Hülsberg, Partner Technology, Media and Telecommunications bei Deloitte. "Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Profitabilität, Klasse statt Masse bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter und auf der Vermeidung eines neuerlichen technologischen Hype. Der Härtetest steht natürlich noch aus. Es wird sich zeigen, ob die Unternehmenschefs bei anziehender Weltkonjunktur und zunehmender Kapitalverfügbarkeit am Markt gelassen bleiben."

Die Studie Deloitte befragte CEOs der am Deloitte Technology Fast 500 teilnehmenden Unternehmen, der Rangliste der am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen der Welt. 400 CEOs nahmen an der Umfrage teil (144 aus Nordamerika, 204 aus Europa/Mittlerer Osten/Afrika und 100 aus Asien/Pazifik). Insgesamt 20 Fragen bezogen sich auf Strategie, Marketing, operative Aspekte und Finanzen. Weitere Themen waren die Wachstumsperspektive der einzelnen Unternehmen, die allgemeine Wirtschaftslage und die wachstumsstärksten Technologien der nächsten ein bis drei Jahre.

Deloittes Technology, Media & Telecommunications (TMT) Group

Die TMT-Group besteht aus Deloitte-Prüfern und -Beratern mit umfassender Erfahrung in der Betreuung von Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die in Deutschland sowie an wichtigen Deloitte-Standorten weltweit auf die Betreuung von Mandanten in den Bereichen Kabel- und Kommunikationstechnologie, Computer und Peripheriegeräte, Unterhaltung, Medien und Verlagswesen, Netzwerktechnologie, Halbleiter, Software, Mobilfunk und ähnlichen Bereichen spezialisiert sind. Die Spezialisten der TMT-Group kennen die Herausforderungen, denen sich ihre Kunden in allen Phasen ihres Wachstumszyklus gegenübersehen und engagieren sich für deren Erfolg. Mit diesem branchenfokussierten Beratungsansatz hat sich Deloitte zum führenden Anbieter für die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche entwickelt.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Als einzige der Big Four bietet Deloitte ein umfassendes Leistungsspektrum aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit mittlerweile 3.200 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund mit Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte Touche Tohmatsu ist ein Verein schweizerischen Rechts und haftet als solcher nicht für seine Mitgliedsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen, auch wenn sie unter den Bezeichnungen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftreten, sind rechtlich selbstständig und unabhängig und haften nicht für das Handeln oder Unterlassen eines anderen Mitgliedsunternehmens.

Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen und nicht durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht.

Antonia Wesnitzer | Deloitte & Touche
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

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