Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Enterprise Architecture Management Tool Survey 2008: Praxistauglichkeit von Werkzeugen im Test

07.05.2008
Der Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme der TU München legt eine umfassende Marktanalyse von Werkzeugen vor, die das Enterprise Architecture (EA) Management unterstützen.

Die Studie gibt einen Überblick über die relevanten Werkzeuge, bewertet sie und erleichtert somit konkrete Kaufentscheidungen – abhängig von der individuellen Situation im Unternehmen. Die Studie wurde erstmals 2005 erstellt; eine schnelle Fortentwicklung im EA Management machte eine Neuauflage erforderlich.

Die IT-Infrastruktur in Unternehmen ist häufig komplex: Zahlreiche IT- Systeme unterstützen eine Vielzahl von Geschäftsprozessen, die häufig örtlich und organisatorisch getrennt ablaufen. Das Unternehmensarchitektur-Management erfasst und regelt das Zusammenspiel der Geschäftsprozesse, der technischen Infrastruktur und der Informationstechnologie eines Unternehmens.

IT-Verantwortliche erhalten dadurch konkrete Hilfestellung bei Strategie- und Investitionsentscheidungen. Durch die Flut an Daten und durch die Komplexität der Abhängigkeiten ist eine Unterstützung durch Software- Werkzeuge nötig.

... mehr zu:
»Geschäftsprozess »TUM

Die Studie „Enterprise Architecture Management Tool Survey 2008“ analysiert die neun wichtigsten Werkzeuge am Markt. Dafür wurden 18 unterschiedliche Anforderungsszenarien gemeinsam mit Industriepartnern entwickelt, die sich auf zwei Anforderungsklassen aufteilen:

Funktionale Anforderungen an die Werkzeuge und typische EA Managementaufgaben.

„Das Ergebnis der Studie ist keine einfache Rangliste der Werkzeuge.
Abhängig von der aktuellen Unternehmensarchitektur und den Anforderungen können mithilfe dieser unabhängigen Analyse differenzierte und individuelle Werkzeugentscheidungen getroffen werden“, sagt Florian Matthes, Informatikprofessor der TU München. Die Ergebnisse sind in zwei Netzdiagrammen zusammengefasst: Das erste, achtachsige Diagramm bewertet das jeweilige Werkzeug zum Beispiel hinsichtlich seiner Bedienerfreundlichkeit und seiner Fähigkeiten, Ergebnisse zu visualisieren, Berichte zu generieren sowie den Mehrbenutzerbetrieb zu ermöglichen. Das zweite, neunachsige Diagramm zeigt auf, inwieweit Werkzeuge helfen bei den zentralen Aufgaben im Tagesgeschäft des EA Managements, so beispielsweise bei der IT- Bebauungsplanung, dem Management von Anwendungsarchitekturen, Management von Geschäftsobjekten und -diensten.

Das Team um Florian Matthes erarbeitete die Studie von Juli 2007 bis April 2008 in Kooperation mit 30 Industriepartnern. Sie beurteilt folgende Werkzeuge: adaptive EAM (adaptive, Inc.), planningIT (alfabet AG), ADOit (BOC GmbH), EA/Studio (Embarcadero), ARIS IT Architect (IDS Scheer AG), MEGA Modeling Suite 2007 (MEGA International SA), Metastorm ProVision (Metastorm), System Architect (Telelogic AB), Troux 7 (Troux Technologies, Inc.). Die Hauptsponsoren der Studie sind Allianz Group IT, sd&m - software design & management und Siemens IT Solutions and Services. Die 384-seitige Studie in englischer Sprache enthält über 350 Grafiken, Screenshots und Tabellen. Sie kann in gedruckter Form (A4-Format im Farbdruck) für 450 € (zzgl. MwSt.) und in gedruckter Form inkl. PDF für 1200 € (zzgl. MwSt.) bezogen werden.

Kontakt:
Sabine Buckl
Technische Universität München
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme
(sebis)
Boltzmannstraße 3
85748 Garching
Tel: 089 289-17 104
E-Mail: sabine.buckl@in.tum.de
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 420 Professorinnen und Professoren, 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 22.000 Studierenden eine der führenden Universitäten Deutschlands. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie

2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.

Sabine Buckl | PI TU München
Weitere Informationen:
http://www.in.tum.de
http://www.systemcartography.info/eamts

Weitere Berichte zu: Geschäftsprozess TUM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wenn das Smartphone zur Schuldenfalle wird
15.10.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Atomare Verunreinigung ähnlich wie bei Edelsteinen dient als Quanten-Informationsspeicher
01.10.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Gravitationswellen die Dunkle Materie ausleuchten

Schwarze Löcher stossen zusammen, Gravitationswellen breiten sich durch die Raumzeit aus - und ein riesiges Messgerät ermöglicht es, die Struktur des Universums zu erkunden. Dies könnte bald Realität werden, wenn die Raumantenne LISA ihren Betrieb aufnimmt. UZH-Forschende zeigen nun, dass LISA auch Aufschluss über die schwer fassbaren Partikel der Dunklen Materie geben könnte.

Dank der Laserinterferometer-Raumantenne (LISA) können Astrophysiker Gravitationswellen beobachten, die von Schwarzen Löchern ausgesendet werden. Diese...

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Fokus

22.10.2018 | Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was die Zelle entarten lässt

23.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Zukunft der Energieversorgung: Kombinierter Energiespeicher als Schlüsseltechnologie

23.10.2018 | Energie und Elektrotechnik

Ein Gespenst am Südhimmel

23.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics