Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktien steigern Engagement der Beschäftigten

05.10.2015

Studie der Universität Göttingen zeigt Einfluss von Mitarbeiterprogrammen auf die Leistung

Durch finanzielle Beteiligung am Unternehmen sollen Beschäftigte motiviert werden, verstärkt Verantwortung zu übernehmen und ihre Identifikation mit ihrem Arbeitgeber zu steigern.

Dieses Instrument der Unternehmensführung, Mitarbeiterbeteiligung genannt, ist vor allem in Deutschland jenseits des Top-Managements im Vergleich zu anderen Industrieländern wenig etabliert. Die nun vorliegende „Studie zur Wirkung der Mitarbeiterbeteiligung am Beispiel der Siemens AG“ der Universität Göttingen zeigt, dass sich Mitarbeiteraktienprogramme positiv auf das Engagement und die Leistung der Beschäftigten auswirken.

„Die Studie ermöglicht erstmals, die komplexen Wirkungsmechanismen der Mitarbeiterbeteiligung innerhalb eines Unternehmens detailliert zu analysieren“, sagt Prof. Dr. Michael Wolff, Leiter der Studie von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen.

„Im Fokus dabei steht die Wirkung auf eine verbesserte Performance eines Unternehmens – sei es durch eine höhere Motivation der Mitarbeiter oder eine erhöhte Produktivität.“ Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden Daten für durchschnittlich etwa 270.000 Beschäftigte pro Jahr untersucht.

Das zentrale Ergebnis der Studie lautet: Je mehr Mitarbeiter am Aktienprogramm des Unternehmens teilnehmen, desto stärker steigt in den Folgejahren das Engagement der Mitarbeiter sowie die Leistung der Organisationseinheit.

„Dieser Effekt zeigt sich bei allen Beschäftigten, unabhängig davon, ob sie Werksmitarbeiter oder Führungskraft sind oder in welchem Land sie leben“, so Prof. Wolff. Die Programme wirken langfristig und nachhaltig.

„Wir haben bei Siemens schon immer daran geglaubt, dass sich Mitarbeiteraktionäre stärker im Unternehmen engagieren. Wer sich als Eigentümer fühlt, ist auch am langfristigen Erfolg seiner Firma interessiert“, sagt Mariel von Schumann, Corporate Vice President Governance & Markets der Siemens AG. „Die Ergebnisse der Göttinger Studie zeigen uns, dass wir bei Siemens mit unseren Aktienprogrammen für Mitarbeiter auf dem richtigen Weg sind.“

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Michael Wolff
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Professur für Management und Controlling
Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
Telefon (0551) / 39-7273
E-Mail: michael.wolff@wiwi.uni-goettingen.de
Internet: http://www.controlling.uni-goettingen.de

Thomas Richter | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wenn das Smartphone zur Schuldenfalle wird
15.10.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Atomare Verunreinigung ähnlich wie bei Edelsteinen dient als Quanten-Informationsspeicher
01.10.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nanodiamanten als Photokatalysatoren

18.10.2018 | Materialwissenschaften

Schichten aus Braunschweig auf dem Weg zum Merkur

18.10.2018 | Physik Astronomie

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics