Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitale Assistenzsysteme erfolgreich einführen

17.09.2018

Neue Workshopreihe unterstützt praxisnah bei der Auswahl und Einführung digitaler Helfer.

Digitale Assistenzsysteme sind ein wichtiger Baustein im Hinblick auf Qualifikation, Qualität oder Produktivität in der vernetzen Fabrik. Um Produktionsverantwortliche, Planer, Digitalisierungsbeauftragte oder Produktionsmitarbeitende bei der Einführung interaktiver Helfer im eigenen Betrieb zu unterstützen, startet das Fraunhofer IAO eine Workshop-Reihe im »Future Work Lab«.


Die Herausforderungen, denen sich produzierende Unternehmen derzeit stellen müssen, sind zahlreich: Demografischer Wandel, Diversity, Globalisierung, Nachhaltigkeit sowie die Anforderungen an Flexibilität, um individuelle Kundenwünsche und Liefertermine zu bedienen, sind nur einige Stichworte, die dabei häufig fallen.

Unter dem großen Schlagwort »Industrie 4.0« verbergen sich vielfältige kleine und große Lösungen für diese Herausforderungen. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist es jedoch schwierig herauszufinden, welche Lösung konkret welche Potenziale für den eigenen Betrieb bietet und was sich durch die Einführung neuer Systeme oder Prozesse verändert.

»Future Work Lab« macht Produktionsarbeit der Zukunft erlebbar

Aufklärungsarbeit leistet hier das »Future Work Lab«, ein Innovationslabor, das vom Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA sowie den Universitätsinstituten IAT und IFF aufgebaut wurde. Hier können Produktionsverantwortliche, Planer, Digitalisierungsbeauftragte und Produktionsmitarbeitende anhand von Demonstratoren Anwendungsfälle für die vernetzte Produktion nicht nur sehen und erleben, sondern auch gemeinsam mit den Forschenden passende Lösungen für deren individuelle Fragestellungen entwickeln und erarbeiten.

Workshopreihe bietet praxisnahe Einblicke in Technologien und gibt Hilfe zur Selbsthilfe

Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Assistenzsysteme. Sie ermöglichen eine immer engere Kooperation zwischen Mensch und Maschine. »Unser Ziel ist es, die herausragenden Fähigkeiten des Menschen mit den besonderen Eigenschaften von Maschinen als ›Bestes aus zwei Welten‹ zu vereinen« fasst Dr. Moritz Hämmerle, Projektleiter des Future Work Labs zusammen. Mit einer neuen Workshop-Reihe möchte das Fraunhofer IAO im Future Work Lab produzierende Unternehmen bei der Einführung von digitalen Assistenzsystemen methodisch begleiten und unterstützen.

Neben einem Überblick, welche Technologien auf dem Markt zur Verfügung stehen, welchen Nutzen sie stiften und wie die Nutzenden bei der Auswahl und Einführung eingebunden werden können, stehen auch Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Organisation und Ergonomie auf dem Programm. Gearbeitet wird im Rahmen der Workshops mit agilen und menschzentrierten Methoden. Praxisnahe Übungen gewährleisten, dass die eigenen Ideen ausprobiert und umgesetzt werden können. Jeder Teilnehmende erhält zudem ein »Toolbox«, also eine Art »Hilfe zur Selbsthilfe«, um anschließend eigene Projekt anhand der erlernten Methoden durchführen zu können.

»Wir wollen abhängig von Mitarbeitertypen und Aufgaben herausfinden, welche Technologie zu den jeweiligen Herausforderungen eines Unternehmens passt. Denn die Mitarbeiterprofile und Arbeits-aufgaben unterscheiden sich stark und nicht überall passt die gleiche Unterstützung« erläutert Jessica Klapper, die das Workshopangebot konzipiert hat. Deshalb müsse unterschieden werden, wie stark und wie man die neuen Technologien einsetze, um die Arbeit des Menschen zu verbessern, aber nicht zu ersetzen.

Die Workshopreihe ist dreiteilig konzipiert und findet am 8. November, 28. November und 7. Dezember statt, der Anmeldeschluss ist am 26. Oktober. Je Anmeldung kann eine begleitende Person aus direkten Produktionsbereichen an den Terminen kostenlos teilnehmen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Jessica Klapper
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970-2287
jessica.klapper@iao.fraunhofer.de

Erdem Gelec
Fraunhofer IAO
Meitnerstr. 10
70563 Stuttgart
Telefon: +49 711 970-2055
erdem.gelec@iao.fraunhofer.de

Originalpublikation:

https://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/presse-und-medien/aktuelles/2068-digitale-...

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshops zur Temperaturmessung Über den richtigen Umgang mit Infrarot-Messgeräten
05.03.2019 | Optris GmbH

nachricht Künstliche Intelligenz im E-Learning, Corporate Learning und Kundendialog
19.02.2019 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nieten, schrauben, kleben im Flugzeugbau: Smarte Mensch-Roboter-Teams meistern agile Produktion

25.03.2019 | HANNOVER MESSE

Auf der Suche nach der verschwundenen Antimaterie: Messungen mit Belle II erfolgreich gestartet

25.03.2019 | Physik Astronomie

HEIDENHAIN auf der CONTROL 2019: Belastbare Systeme für mehr Genauigkeit und Zuverlässigkeit

25.03.2019 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics