Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jugendliche auf den Spuren des Urknalls

15.04.2010
Startschuss für das bundesweite "Netzwerk Teilchenwelt"

Gemeinsame Pressemitteilung der Technischen Universität Dresden und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Im Genfer Forschungszentrum CERN knallten Ende März die Sektkorken, als der Teilchenbeschleuniger LHC eine neue Rekordmarke erreichte. Fachleute aus aller Welt hatten dem Ereignis entgegengefiebert, denn vom LHC erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über den Anfang und Aufbau der Welt.

Im Rahmen des bundesweiten "Netzwerks Teilchenwelt" haben nun auch über 6000 Jugendliche jährlich die Gelegenheit, an der Reise zum Urknall teilzuhaben. Der Startschuss dafür fällt am 20. April in Dresden.

Urknall, ferne Galaxien, dunkle Materie: das sind nur einige Stichworte, die die Forschungswelten der Teilchen- und Astroteilchenphysik beschreiben. Worum genau es dabei geht, können Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren im Rahmen des "Netzwerks Teilchenwelt" entdecken. Herzstück dieser bundesweiten Initiative sind ca. 200 Projekttage im Jahr - sogenannte "Masterclasses" - an Schulen, Schülerlaboren und anderen Bildungseinrichtungen. Dabei lernen die Jugendlichen unter fachkundiger Betreuung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, echte Daten von Teilchenkollisionen auszuwerten.

"Netzwerk Teilchenwelt" beruht auf der Zusammenarbeit zahlreicher Institutionen: Neben dem CERN sind 20 deutsche Forschungsinstitute beteiligt. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Schirmherrin und Partnerin ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Die Projektleitung ist an der Technischen Universität Dresden angesiedelt.

Teilchenforscher für einen Tag
Von Hamburg bis München und Aachen bis Dresden werden Doktoranden, die auf dem Gebiet der Teilchenphysik forschen, als mobile Experten des Netzwerks unterwegs sein, um "Masterclasses" in Schulen, Museen und anderen Bildungseinrichtungen durchzuführen. Das "Netzwerk Teilchenwelt" bietet außerdem Experimente mit kosmischer Strahlung an. Dabei werden mithilfe von speziellen Detektoren Teilchen sichtbar, die permanent aus dem All auf der Erde ankommen. Über die "Masterclasses" an der eigenen Schule hinaus können Jugendliche und Lehrkräfte auch an den Originalschauplätzen aktiv werden: bei Workshops oder Projektwochen am CERN und durch Mitarbeit an deutschen Forschungsinstituten.
Faszination Grundlagenforschung
Initiiert wurde das Projekt von Prof. Michael Kobel, der als Teilchenphysiker am CERN forscht und an der Technischen Universität Dresden lehrt. Seit Jahren ist er aktiv in der Vermittlung von Grundlagenforschung und hat dabei gute Erfahrungen gemacht: "Viele junge Menschen sind schnell von den Fragestellungen der Teilchenphysik über Aufbau und Entstehung des Universums fasziniert." Er ist davon überzeugt, "dass junge Menschen durch den direkten Kontakt zur Forschung am CERN Interesse für Grundlagenforschung und Naturwissenschaften entwickeln." Eine wissenschaftliche Begleitstudie wird untersuchen, wie nachhaltig das Projekt wirkt.
Erste "Masterclass" in Dresden
Am 20. April findet am ev. Kreuzgymnasium in Dresden eine erste "Masterclass" statt. Medienvertreter sind nach vorheriger Anmeldung unter mail@teilchenwelt.de oder 0351- 463-33769 herzlich eingeladen. Weitere Standorte des Netzwerks Teilchenwelt sind: Aachen, Berlin, Bonn, Dresden, Dortmund, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mainz, München, Münster, Rostock, Siegen, Tübingen, Wuppertal, Würzburg, Zeuthen.

Termine in Ihrer Region auf Anfrage oder unter www.teilchenwelt.de.

Weitere Informationen:
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Kobel, Tel. 0351 463-39880, kobel@physik.tu-dresden.de

Projektkoordination: Anne Glück, Tel. 0351-463-33769, mail@teilchenwelt.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.teilchenwelt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe
11.12.2018 | Technische Universität Wien

nachricht Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub
10.12.2018 | Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe

Von „Frequenzkämmen“ spricht man bei speziellem Laserlicht, das sich optimal für chemische Sensoren eignet. Eine revolutionäre Technik der TU Wien erzeugt dieses Licht nun viel einfacher und robuster als bisher.

Ein gewöhnlicher Laser hat genau eine Farbe. Alle Photonen, die er abstrahlt, haben genau dieselbe Wellenlänge. Es gibt allerdings auch Laser, deren Licht...

Im Focus: Topological material switched off and on for the first time

Key advance for future topological transistors

Over the last decade, there has been much excitement about the discovery, recognised by the Nobel Prize in Physics only two years ago, that there are two types...

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Januar und Februar 2019

11.12.2018 | Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe

11.12.2018 | Physik Astronomie

Besser Bohren – Neues Nanokomposit stabilisiert Bohrflüssigkeiten

11.12.2018 | Geowissenschaften

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Januar und Februar 2019

11.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics