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Schlaganfall durch Beläge in der Halsschlagader: Ultraschall erkennt jetzt harte und weiche Plaques

10.09.2010
Jährlich erleiden etwa 200 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Mehr als ein Drittel der Betroffenen stirbt daran.

Viele Schlaganfälle ließen sich vermeiden, wenn Ärzte verengte Halsarterien rechtzeitig entdecken würden. Eine Ultraschalluntersuchung macht dies möglich – ohne Nebenwirkungen.

Neuere Geräte können jetzt auch jene Wandeinlagerungen erkennen, die sich von der Gefäßwand zu lösen drohen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit. Experten der DEGUM diskutieren das neue Verfahren im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. September 2010 in München.

Ablagerungen in den Arterien, sogenannte atherosklerotische Plaques, bestehen oft nur aus weichem Material oder zu einem geringen Teil aus Kalk.

Diese „weichen“ Plaques können stellen jedoch ein besonderes Risiko darstellen: Ihre Oberfläche kann jederzeit aufreißen. Die herausgerissenen Plaqueanteile werden dann in die hirnversorgenden kleinen Gefäßäste gespült. Dort verstopfen sie Blutgefäße und können einen Schlaganfall auslösen. Bisher war es kaum möglich, die Plaquezusammensetzung rechtzeitig zu erkennen.

„Auf den Bildern der neueren Ultraschallgeräte werden sie nun aber immer besser sichtbar”, berichtet DEGUM-Experte Dr. med. Hans-Peter Weskott aus Hannover im Vorfeld der Pressekonferenz. Die Beurteilung der Plaques hinsichtlich eines möglicherweise gesteigerten Schlaganfallrisikos mittels Ultraschall befindet sich noch in klinischer Prüfung. Wie dies mithilfe moderner Verfahren möglich ist, erläutert Weskott in einer Pressekonferenz der DEGUM am 22. September 2010 in München.

Quelle:
H.P. Weskott: Neue Trends in der Ultraschalldiagnostik der Karotisstenose; Radiologe 2010; 50: 591-596

Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM):

Durchblutungsstörungen und verkalkte Gefäße mittels Ultraschall frühzeitig erkennen – Thrombosen und Schlaganfall verhindern

Mittwoch, den 22. September 2010, 11.00 bis 12.00 Uhr
Lehrhörsaal, Klinikum Schwabing
Kölner Platz 1, 80804 München
Themen und Referenten:
Gestörter Blutfluss in den Beinen: Wie findet Ultraschall sicher, genau und schmerzfrei verengte Stellen in Arterien und Venen?

Dr. med. Hubert Stiegler, Chefarzt, Klinik für Angiologie, Klinikum Schwabing, München

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK):
Die schmerzhafte „Schaufensterkrankheit“ feststellen und behandeln
Dr. med. Hubert Stiegler
Moderne Diagnostik in der Gefäßchirurgie: schonend, schnell und kostengünstig
Dr. med. Stefan Nöldeke, Chefarzt, Abteilung für Gefäßchirurgie – Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie – Venenzentrum, Klinikum Garmisch Partenkirchen,

Garmisch Partenkirchen

Bevor es zum Schlaganfall kommt – verengte Halsarterien rechtzeitig erkennen:
Wie hilft Ultraschall bei der Diagnose von Belägen in der Halsschlagader?
Dr. med. Hans-Peter Weskott
Vorstandsmitglied der DEGUM, Leiter Zentrale Sonografie Abteilung, Klinikum Siloah, Klinikum Region Hannover
Ihr Pressekontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Anna Voormann
Julia Hommrich
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-423
Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org

Anna Julia Voormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.degum.de

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