Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PET-Aufnahmen ohne Stopp liefern präzisere Bilder

17.09.2014

Siemens verbessert die Bild- und Datenqualität von PET/CT-Aufnahmen und reduziert die Strahlenbelastung.

Der Biograph mCT Flow kombiniert zwei bildgebende Verfahren, nämlich die Computertomographie und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Die FlowMotion-Technologie bewegt dabei den Patienten durch die Röhre des Systems und nimmt kontinuierlich PET-Messdaten auf. Bisher waren Planung und Scan von der festen Größe des Gesichtsfelds des Detektors beschränkt.


Zwar war in der Praxis eine Nachjustierung der Parameter möglich, aber deren Komplexität verhinderte einen Routineeinsatz. Mit dem Biograph mCT Flow können Ärzte nun den Scan individuell für den Patienten planen und Parameter wie Geschwindigkeit oder Auflösung den exakten Dimensionen eines Organs anpassen und in einem einzigen Scan umsetzen.

PET-Untersuchungen liefern Informationen über Stoffwechselvorgänge im Körper und erfassen so unter anderem Tumoren. Die Patienten erhalten schwach dosierte radioaktive Pharmaka (Tracer). Wenn diese mit bestimmen Körpergeweben reagieren, geben sie Strahlung ab, die von den PET-Detektoren erfasst wird.

Die Daten zeigen auch, welche Menge des Radiopharmakons umgesetzt wird und geben so Aufschluss über die Größe und Aktivität des Tumors. Im PET/CT-Scanner werden die PET-Daten mit hochgenauen, 3D Röntgenaufnahmen eines CT überlagert, um den Tumor präzise zu lokalisieren.  Der Umsatz des Tracers kann auch genauer gemessen werden.

Bisherige PET/CT leiden darunter, dass die Detektionsempfindlichkeit am Rand des Detektorgesichtsfelds abnimmt. Daher müssen nacheinander mehrere überlappende Aufnahmen gemacht werden. Durch die kontinuierliche Bewegung des Patienten durch den Detektor braucht es keine Überlappung mehr und die Bilder sind von gleichbleibender Qualität. 

Eine Voraussetzung, um PET-Daten kontinuierlich während der Fahrt des Patienten zu erfassen, sind schnellere Datenspeicher. Statt herkömmlicher Festplatten verwendet Siemens Healthcare im Biograph mCT Flow sehr schnelle Festkörper-Speicher oder Solid State Drives (SSD).

Auch die Algorithmen zur Bildrekonstruktion, die bisher statische Einzelbilder verarbeiten, mussten erneuert und durch dynamische Datenverarbeitungsprozesse ersetzt werden. Der Tisch ist mit einem Magnetantrieb ausgestattet, mit dem sich die Geschwindigkeit so präzise regeln lässt, dass der Patient auf weniger als einen Millimeter genau positioniert ist. 

Die FlowMotion-Technologie ermöglicht Medizinern, den Beginn und das Ende eines PET/CT-Scans genau festzulegen und höchste Auflösung mit einer Aufnahme zu erreichen. Weil die Scan-Länge auf einzelne Organe fokussiert werden kann, werden andere Körperregionen nicht der Röntgenstrahlung ausgesetzt.

Dadurch wird es möglich, die Strahlendosis um bis zu 32 Prozent zu senken. Der Biograph mCT Flow verfügt zudem über die TrueV-Technologie, die das Sichtfeld der PET-Detektoren erweitert. So lässt sich entweder die abgegebene Menge an radioaktiven Markern verringern oder die Scan-Dauer verkürzen. (2014.09.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/innovation/de/news.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neuer Ansatz zur Parkinson-Therapie?
14.11.2019 | Universität Ulm

nachricht Kleiner Schnitt statt großer Operation
11.11.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy: neue Methode zur Nahfeldkommunikation

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Rasante Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Behandlungsalltag

21.11.2019 | Medizin Gesundheit

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics