Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer 3-Tesla-Scanner Magnetom Prisma von Siemens erschließt neue Anwendungsfelder für die Magnetresonanztomographie

26.11.2012
Wie lässt sich die Komplexität des Gehirns besser verstehen? Welche funktionellen Prozesse finden im Körper statt?

Für die Beantwortung solcher und weiterer grundlegender Fragen der Neurologie, Physiologie und des Gewebestoffwechsels eröffnet der neue Magnetresonanztomograph (MRT) Magnetom Prisma von Siemens Healthcare neue Möglichkeiten medizinischer Bildgebung.



Der 3-Tesla-Scanner kombiniert Gradientenstärke und Anstiegsgeschwindigkeit des Gradientenfeldes in einer Höhe, wie sie für kommerziell erhältliche Systeme bislang weltweit einmalig ist. Basierend auf der Technologieplattform des 3-Tesla-Geräts Magnetom Skyra, verfügt der Magnetom Prisma über eine besonders hohe räumliche und zeitliche Auflösung und damit eine exzellente Bildqualität.

Damit auch Kunden, die das 3-Tesla-System Magnetom Trio in Betrieb haben, von der hohen Leistungsfähigkeit des Magnetom Prisma profitieren, kann ein Magnetom Trio mit der Magnetom-Prisma-Technologie aufgerüstet werden. Siemens stellte den Magnetom Prisma auf dem 98. Kongress der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas (RSNA) 2012 in Chicago vor. In Europa wird das Gerät voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2013 erhältlich sein. Der neue Scanner ist eine weitere Innovation im Rahmen der Initiative Agenda 2013 von Siemens Healthcare.

Mit dem Magnetom Prisma erweitert Siemens sein Portfolio im Bereich 3-Tesla-MRT und setzt Maßstäbe in Sachen Gradientenstärke. Der neue Scanner verbindet eine Gradientenstärke von 80 Millitesla pro Meter (mT/m) mit einer Anstiegsgeschwindigkeit des Gradientenfeldes von 200 Tesla pro Meter pro Sekunde (T/m/s), eine Kombination wie sie derzeit bei keinem anderen System kommerziell erhältlich ist. Durch die hohe Gradientenstärke und die Möglichkeit, diese schnell hoch- und herunterzufahren, bietet der Scanner im Vergleich zu bisherigen Geräten eine noch bessere Bildqualität. Das kann beispielsweise in der Diffusionsbildgebung neue Anwendungen eröffnen, da sich bei hoher Gradientenstärke selbst geringe Diffusionseffekte erfassen lassen. Um dieses Potenzial nutzen zu können, macht es eine neue Applikation möglich, anatomische Details im Gehirn sehr präzise darzustellen.

So lassen sich mit Diffusion Spectrum Imaging (DSI) zum Beispiel kreuzende Nervenbahnen aus bis zu 514 Richtungen abbilden. Der Magnetom Prisma kann auf diese Weise neue Einblicke in die Funktionsweise des Gehirns geben. Weitere denkbare Anwendungsfelder sind Forschungen im Bereich Physiologie, Ausmessung von Organen (Morphometrie), Gewebestoffwechsel sowie quantitative MRT. Die exzellente Bildqualität ist über die Gradientenstärke hinaus auf die hohe Homogenität des Magnetfeldes zurückzuführen. So ist der Scanner mit sogenannten Shimming-Lösungen ausgestattet, die durch den Körperbau des Patienten bedingte Inhomogenitäten besser ausgleichen.

Der Magnetom Prisma basiert auf der technischen Plattform des 3-Tesla-Geräts Magnetom Skyra. Während Letzterer der High-End-Scanner der Wahl für die anspruchsvolle klinische Anwendung bleibt, wurde der Magnetom Prisma für den Einsatz in der klinischen Forschung, zum Beispiel in der neurologischen Grundlagenforschung entwickelt. Wie Magnetom Skyra ist auch Magnetom Prisma mit der Technologie TimTX TrueShape ausgestattet. Diese ermöglicht es, mehrere Hochfrequenz(HF)-Pulse parallel zu senden, was wiederum zu besserer Bildqualität und kürzeren Untersuchungszeiten führen kann. In Kombination mit Syngo ZOOMit, der weltweit ersten Software-Applikation für paralleles Senden, lassen sich gezielt bestimmte Körperbereiche anregen und so einzelne Regionen, Organe oder gar Teile von Organen darstellen. Der Magnetom Prisma verfügt über Tim (Total imaging matrix) 4G, die vierte Spulengeneration von Siemens.

Neu eingeführt wurde jetzt sowohl für den Magnetom Prisma als auch für den Magnetom Skyra eine Kopf-Hals-Spule mit 64 Empfangskanälen. In Verbindung mit der Körper- und Wirbelsäulenspule stehen den Anwendern bei einer Aufnahme bis zu 84 Empfangskanäle zur Verfügung – die derzeit größte auf dem Markt erhältliche Anzahl. Kombiniert mit 64 oder 128 Empfangskanälen des Scanners, lässt sich die Bildqualität erheblich erhöhen und zugleich die Aufnahmezeit senken.

Kunden können mit dem Magnetom Prisma selbst sehr anspruchsvolle Forschungsuntersuchungen annähernd frei von Artefakten durchführen. Dabei kommen den Anwendern die Zero-Helium-Boil-off- sowie die Dot(Day optimizing throughput)-Technologie zugute. Mit Letzterer lässt sich je nach Fragestellung die passende Scan-Strategie auswählen. Die Dot-Technologie führt Schritt für Schritt durch die Untersuchungen und unterstützt den Arzt an kritischen Stellen mit Entscheidungsvorschlägen. Das fördert Konsistenz und Reproduzierbarkeit von Scans. Der definierte Workflow erleichtert es beispielsweise, einen Patienten wiederholt zu untersuchen oder etwa im Rahmen von Forschungsprojekten Scans zu vergleichen, die in verschiedenen Einrichtungen aufgenommen wurden.

Kunden, die bereits den 3-Tesla-Scanner Magnetom Trio installiert haben, können dieses Gerät mit der Magnetom-Prisma-Technologie aufrüsten.

"Agenda 2013" ist die im November 2011 eingeführte weltweite Initiative des Siemens-Sektors Healthcare zur weiteren Steigerung seiner Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. In den vier Handlungsfeldern Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, regionale Präsenz und Personalentwicklung sind Maßnahmenpakete definiert, die bis Ende 2013 umgesetzt werden.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 51.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2012 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,8 Milliarden Euro. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/healthcare

Magnetom Prisma, TimTX TrueShape, Diffusion Spectrum Imaging (DSI), die Kopf-Hals-Spule und syngo ZOOMit befinden sich in der Entwicklungsphase und sind deshalb noch nicht käuflich zu erwerben. Die zukünftige Verfügbarkeit kann nicht garantiert werden.

Reference Number: HIM201211001d

Ansprechpartner
Frau Stefanie Schiller
Sektor Healthcare
Siemens AG
Henkestr. 127
91052 Erlangen
Tel: +49 (9131) 84-7803
schiller.stefanie@siemens.com

Stefanie Schiller | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare-bilder/Magnetom-Prisma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mobile Herz-Lungen-Maschine ermöglicht akute Notfallversorgung
15.11.2018 | Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

nachricht Mit Gold Krankheiten aufspüren
14.11.2018 | Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Im Focus: A Chip with Blood Vessels

Biochips have been developed at TU Wien (Vienna), on which tissue can be produced and examined. This allows supplying the tissue with different substances in a very controlled way.

Cultivating human cells in the Petri dish is not a big challenge today. Producing artificial tissue, however, permeated by fine blood vessels, is a much more...

Im Focus: Optimierung von Legierungswerkstoffen: Diffusionsvorgänge in Nanoteilchen entschlüsselt

Ein Forschungsteam der TU Graz entdeckt atomar ablaufende Prozesse, die neue Ansätze zur Verbesserung von Materialeigenschaften liefern.

Aluminiumlegierungen verfügen über einzigartige Materialeigenschaften und sind unverzichtbare Werkstoffe im Flugzeugbau sowie in der Weltraumtechnik.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Daten „fühlen“ mit haptischen Displays

15.11.2018 | Energie und Elektrotechnik

Fraunhofer ESK macht verteilte Anwendungen in der Produktion verlässlich

15.11.2018 | Messenachrichten

Warum Fresszellen in gesundem Gewebe fasten

15.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics