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Besser unterscheiden durch Farbgebung – „Vectra®“ erleichtert Zelltypisierung

10.11.2016

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Multispektral-Imaging-System / Bildgebungsgerät wird von acht Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums Münster gemeinsam genutzt

Ein neues Bildgebungsgerät erleichtert die Arbeit der Forscher und Mediziner in Münster: Seit gut drei Wochen steht „Vectra®“ im Institut für Pathologie am UKM (Universitätsklinikum Münster). Direktorin Prof. Eva Wardelmann sagt augenzwinkernd: „‘Vectra®‘ ist ein lernendes System. Und da wir Pathologen naturgemäß eine besondere Expertise haben, was die Identifikation und den Umgang mit Zellpopulationen angeht, ist es gut, dass das Mikroskop hier im Haus beheimatet ist.“


v.l.n.r. Prof. Dr. Eva Wardelmann und Prof. Dr. Claudia Rössig freuen sich stellvertretend für acht Kliniken und Institute über das neue Bildgebungsgerät „Vectra®“.

UKM

Gefördert wurde das Großgerät von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Land Nordrhein-Westfalen zu gleichen Teilen. Forschergruppen von acht Kliniken und Instituten des UKM werden künftig von der digitalen Multifluoreszenz-Methode des Gerätes profitieren.

Die Innovation am „Vectra®“-Bildgebungsverfahren ist die Vielfalt an Informationen, die aus einem einzigen Gewebeschnitt – zum Beispiel eines Tumors gewonnen werden. Um zu verstehen, aus welchen Zelltypen sich der Tumor zusammensetzt, müssen diese über verschiedene Marker angefärbt werden.

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Bisher konnten einzelne Schnitte nur mit höchstens zwei bis drei Markern gleichzeitig angefärbt werden. Um mehrere Zelltypen zu identifizieren, mussten verschiedene Serienschnitte untersucht werden. Eine Sicherheit, dass dabei die verschiedenen Schnitte einhundertprozentig deckungsgleich waren, gab es bei dem bisherigen Verfahren nicht.

Mit dem neuen Verfahren dagegen kann ein einzelner Gewebeschnitt mit bis zu sieben Markern angefärbt werden, was sowohl Material spart als auch die Präzision erhöht.

„Mit ‚Vectra®‘ bekommen wir nun ein buntes Bild der verschiedenen Zellen, aus denen sich ein Tumor zusammensetzt. Dazu gehören auch Zellen des Abwehrsystems. Wir können jetzt nicht nur die Zellen identifizieren, sondern auch feststellen, welche Beziehung sie zueinander haben – wie sie also das Wachstum des Tumors unterstützen oder auch verhindern“, freut sich Prof. Claudia Rössig, Direktorin der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie. „Daraus lassen sich Hinweise ableiten, wie man den Tumor bekämpfen kann.“

Nicht zuletzt für die Forscher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ (CIM) ist das Multispektral-Imaging-Gerät also von großer Bedeutung, indem es die Forschung über die Interaktion von Zelltypen im Gewebe effizienter macht.

Andrea Reisener | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.ukmuenster.de

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