Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PROvendis baut Verwertungsnetzwerk für bildgebende Verfahren aus

20.11.2006
LifeTec Ruhr vermittelt Vermarktungspartner Tomovation

PROvendis baut kontinuierlich ihr Vermarktungsnetzwerk für Erfindungen und Patente aus – international und regional sowie fachübergreifend und branchenspezifisch. Jüngster Netzwerkpartner ist die Tomovation GmbH, die sich auf Entwicklung und Vertrieb bildgebender Technik spezialisiert hat. Vermittelt hat die Zusammenarbeit Life Technologies Ruhr e.V., das Netzwerk für Medizintechnik und Biotechnologie im Ruhrgebiet. Jetzt erzielten die Partner erste Erfolge: PROvendis vermarktete durch Tomovation zwei Erfindungen aus dem Bereich bildgebender Technik.

Als Patentvermarktungsagentur der Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen prüft PROvendis die Patentierbarkeit und kommerzielle Verwertbarkeit von Hochschulerfindungen. Sie leitet die Patentierung ein und verwertet die Erfindungen. Dazu deckt das PROvendis-Team aus Fach- und Branchenexperten den weiten Bereich von der Medizin über den Maschinenbau bis zur Elektrotechnik ab.

Gerade für die Vermarktung von Technologien in Nischenmärkten ist ein dichtes und weit reichendes Verwertungsnetzwerk unverzichtbar. Das trifft auch auf das Marktsegment „Medizinische Schnittbilddiagnostik“ zu, das von der Präsenz weniger Großkonzerne und einer sehr komplexen Technologie geprägt ist. Für diesen Nischenmarkt fand PROvendis mit der Tomovation GmbH, einem Mitgliedsunternehmen der LifeTecRuhr, einen kompetenten Partner zur Be- und Verwertung medizinischer Schnittbilddiagnostik (Tomografie) und entsprechender Verfahren.

... mehr zu:
»MRT »Tomovation

Ende letzten Jahres schlossen die PROvendis, LifeTecRuhr und Tomovation einen Kooperationsvertrag ab; jetzt wurden die ersten Erfolge erzielt. Tomovation brachte die Erfindung von Privatdozentin Dr. Gabriele Krombach vom Universitätsklinikum Aachen in eine Gründung ein zusammen mit zwei weiteren Patenten auf eine Technologie aus dem Bereich der intraoperativen interventionellen Therapie mit bildgesteuerten Verfahren.

Neuer Katheter zur Behandlung nach Herzinfarkt

Bei der Erfindung der Radiologin Krombach handelt es sich um ein Kathetersystem, mit dessen Hilfe durch eine kleine Hautöffnung therapeutische Substanzen zur Therapie nach Herzinfarkt direkt in den geschädigten Herzmuskel eingespritzt werden. Der unter bildgebender Kontrolle im Magnetresonanztomographen durchgeführte minimalinvasive Eingriff schont den geschwächten Patienten und spart Kosten bei Eingriff und Nachsorge.

„Durch die Bündelung der Technologien und deren Umsetzung in einem Gesamtkonzept werden sie erst richtig interessant“, so Dr. Michael Friebe, Geschäftsführer der Tomovation GmbH.

Dr. Ute Rehwald von der PROvendis freut sich über den erfolgreichen Start der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern: „Wir sind sehr zufrieden, mit der Tomovation einen innovativen und verlässlichen Partner für die Erschließung des Marktes „medizinische Schnittbilddiagnostik“ gefunden zu haben. Von den Kontakten und Erfahrungen des Unternehmens können wir und alle unsere Hochschulpartner, insbesondere natürlich die Universitätskliniken des Landes, profitieren.“

„LifeTecRuhr bringt Partner aus allen Bereichen der Medizintechnik zusammen und hilft auf diese Weise, die Transferkette von Hochschulen zu Unternehmen zu schließen. Aufgrund der positiven Erfahrungen in diesem Projekt wird LifeTecRuhr weitere Transferpfade ausbauen und PROvendis bei der Suche nach Kooperationspartnern für die Umsetzung von Hochschulerfindungen unterstützen“, sagt Dr. Oliver Lehmkühler, LifeTecRuhr.

Über Tomografie

Konventionelle Röntgenbilder haben den Nachteil, dass auf ihnen die menschlichen Organe nicht überlagerungsfrei dargestellt werden können. Das hat zur Folge, dass viele krankhafte Veränderungen im menschlichen Körper nicht erfasst werden können, wenn vor oder hinter ihnen Strukturen liegen, die eine höhere Röntgendichte haben. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt dann beispielsweise nur das sehr röntgendichte Brustbein erkennen, nicht aber den dicht dahinter liegenden Tumor in der Lunge.

Mit der Erfindung der Computertomographie (CT) stand ab Mitte der Siebziger Jahre in der Medizin eine erste revolutionäre Möglichkeit für die überlagerungsfreie Darstellung des menschlichen Körpers zur Verfügung. So konnten Organe sichtbar gemacht werden, die mit der herkömmlichen Röntgendiagnostik gar nicht oder nur unzureichend untersucht werden konnten, wie etwa das Gehirn, das vollständig von sehr röntgendichtem Knochen umgeben ist. Aufgrund zahlreicher technischer Verbesserungen in den vergangenen dreißig Jahren können CT-Aufnahmen mittlerweile binnen Sekunden durchgeführt werden und erreichen extrem hohe Auflösungen.

Während die Bilder im CT noch mit Hilfe von Röntgenstrahlen erzeugt werden, nutzt die Magnetresonanztomographie (MRT) die magnetischen Eigenschaften der körpereigenen Moleküle für die Bilderzeugung. Dadurch lassen sich in überlagerungsfreien Schnittbildern krankhafte Veränderungen darstellen, die im CT nicht oder weniger gut zu erkennen sind, wie beispielsweise Schäden an Knochen und Gelenken. Nachteil des MRT sind die noch vergleichsweise langen Zeiträume für die Generierung der Aufnahmen und der Lärm, der bei dem Betrieb der aufwändigen Geräte entsteht.

Eine weitere Möglichkeit, Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erzeugen, bietet die Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Sie hat sich aus nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren entwickelt, bei denen Stoffwechselvorgänge im Körper mit Hilfe von radioaktiv markierten Stoffen untersucht werden, die dem Patienten vorab appliziert werden. Die bei dem Zerfall der Positronen aus dem Körper austretende Strahlung wird bei der PET mit den ringförmig um den Patienten angeordneten Detektoren gemessen.

Auch die Verbesserung der konventionellen Röntgentechnologie hat in den vergangenen Jahren zu einer enormen Ausweitung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Radiologie geführt. So lassen sich komplizierte Eingriffe an Gefäßen oder Hohlorganen unter ständiger Röntgenkontrolle durchführen, ohne dass der Patient dadurch einer unvertretbar hohen Strahlenbelastung ausgesetzt würde. Auf diese Weise kann auf viele aufwändige und für den Patienten belastende operative Eingriffe verzichtet werden.

Technologies Ruhr e.V.

LifeTecRuhr mobilisiert, fördert und bündelt technologische Entwicklungen in der Gesundheitswirtschaft des Ruhrgebietes. Dabei reicht das technologische Spektrum von der Biomedizin bis zur Medizintechnik, insbesondere bildgebende Verfahren. Das Netzwerk unterstützt bei der Anbahnung von Kooperationen, etwa zwischen Wissenschaft und Industrie, der Entwicklung und Vermarktung von Technologien und der Betreuung von Unternehmensgründungen und –ansiedlungen.

Tomovation GmbH

Tomovation entwickelt, vermarktet und investiert in Produkte und Dienstleistungen der diagnostischen Schnittbildtechnologien, insbesondere der Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) und Positronen-emmissionstomografie (PET). Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei allerdings schon seit vielen Jahren bei der MRT. Die Tomovation ist international tätig und verfügt über ein exzellentes und sehr spezialisiertes Netzwerk.

PROvendis GmbH

PROvendis bietet Unternehmen geprüfte und schutz-rechtlich gesicherte Innovationen aus 23 Hochschulen Nordrhein-Westfalens an. Mit 20.000 von ihr betreuten patentrelevanten Wissenschaftlern ist die Patentvermarktungsagentur eine der größten Europas. Kernfunktion des Unternehmens ist die Vermarktung von Erfindungen. Die Aufgaben von PROvendis beginnen mit der Beratung von Hochschulerfindern und umfassen die Bewertung von Innovationen bis hin zur Patentierung und Vermarktung.

Weitere Informationen:
http://www.life-tec-ruhr.de/
http://www.tomovation.com
PROvendis GmbH - Pressemitteilung 06-11 vom 20.11.2006
Katja Stiegel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ruf: 0208-94105 24
Fax: 0208-94105 50
E-Mail: presse@provendis.info

Katja Stiegel | PROvendis GmbH
Weitere Informationen:
http://www.provendis.info
http://www.lifesciencepatente-nrw.de

Weitere Berichte zu: MRT Tomovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen
24.09.2018 | Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

nachricht Vital Signs Monitor
21.09.2018 | ALSKAR DESIGN BV

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weichenstellung für Axonverzweigungen

Unser Gehirn ist ein komplexes Netzwerk aus unzähligen verknüpften Nervenzellen. Diese haben lange verzweigte Fortsätze, sogenannte Axone, um die Anzahl der möglichen Interaktionen zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Portugal und Frankreich untersuchten Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) die Prozesse, die zu solch Zellverzweigungen führen. Sie fanden einen neuartigen Mechanismus, der die Verzweigung von Mikrotubuli, einem mechanischen Stabilisierungssystems in den Zellen, und somit der Axone auslöst. Wie die Forscher in Nature Cell Biology berichten, spielt die neu entdeckte Mikrotubuli-Dynamik eine Schlüsselrolle bei der neuronalen Entwicklung.

Von den Zweigen eines Baums bis hin zur Eisenbahnweiche – unsere Umwelt ist voller starrer verzweigter Objekte. Sie sind so allgegenwärtig in unserem Leben,...

Im Focus: Working the switches for axon branching

Our brain is a complex network with innumerable connections between cells. Neuronal cells have long thin extensions, so-called axons, which are branched to increase the number of interactions. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have collaborated with researchers from Portugal and France to study cellular branching processes. They demonstrated a novel mechanism that induces branching of microtubules, an intracellular support system. The newly discovered dynamics of microtubules has a key role in neuronal development. The results were recently published in the journal Nature Cell Biology.

From the twigs of trees to railroad switches – our environment teems with rigid branched objects. These objects are so omnipresent in our lives, we barely...

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Intelligentes Order Management in einer einzigen Software

26.09.2018 | Informationstechnologie

Weichenstellung für Axonverzweigungen

26.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Biosolarzelle produziert Wasserstoff

26.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics