Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesunde Knochen und Gelenke: Die größte medizinische Herausforderung des 21. Jahrhunderts!

05.03.2010
Der Osteologie Kongress 2010 zieht Bilanz über 25 Jahre fachübergreifender Knochenforschung und definiert zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) "Knochen- und Gelenkgesundheit" als ein wichtiges Thema deutscher Forschungsanstrengungen

Gesunde Knochen sind eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das erklären das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Dachverband Osteologie e.V. (DVO) auf dem Osteologie Kongress 2010: "Wir müssen konsequent neue Behandlungsmethoden und Präventionsansätze erforschen, um der stetig wachsenden Anzahl an Erkrankungen im Bewegungsapparat entgegen zu wirken," sagt der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Helge Braun auf dem Osteologie Kongress in Berlin.

In Deutschland leiden rund 30 Millionen Menschen unter den so genannten muskuloskeletalen Erkrankungen, zu denen neben Arthrose und Osteoporose auch Rückenschmerzen, rheumatische Erkrankungen sowie Sport- und Unfallverletzungen zählen. Das zeigt, dass diese Erkrankungen die breite Masse der Bevölkerung betreffen. Auf Grund der demografischen Entwicklung in den Industrieländern und den Wandel der Lebensgewohnheiten steigt die Zahl der Erkrankungen rasant an. Auch wirtschaftlich haben diese Krankheiten eine hohe Bedeutung: Fünf der zehn häufigsten Diagnosen, die zur Arbeitsunfähigkeit führen, gehören zu diesem Symptomenkreis.

Das BMBF unterstützt daher aktiv die Forschung zu muskuloskeletalen Erkrankungen: Im Rahmen des Roadmap Prozesses wurden Knochen- und Muskelkrankheiten als ein Schwerpunktprogramm der deutschen Gesundheitsforschung benannt. Auf Empfehlung der eingesetzten Arbeitsgruppe schrieb das BMBF Ende letzten Jahres die Förderung nationaler Forschungsverbünde in Deutschland aus. Dabei werden vor allem international wettbewerbsfähige Ansätze zu neuen Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen unterstützt, welche die Grundlagen- mit der klinischen und der Versorgungsforschung verbinden. Dadurch sollen die Entstehung und der Verlauf muskuloskeletaler Krankheiten besser verstanden und innovative Diagnose- und Therapieverfahren entwickelt werden. Das Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung und Vorbeugung von muskuloskeletalen Erkrankungen. "Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die muskuloskeletalen Erkrankungen und Verletzungen als ein großes eigenständiges Forschungssegment anerkannt. Das ermöglicht uns, die Qualität der muskuloskeletalen Forschung in Deutschland weiter zu steigern. Davon profitieren einerseits die Patienten, für die eine bessere Versorgung geschaffen werden kann, und gleichzeitig Deutschland als Forschungs- und Wissenschaftsstandort. Deutschland ist bisher das einzige Land, dass der Knochen- und Gelenkgesundheit eine so große Bedeutung beimisst." sagt Georg Duda, Kongresspräsident des Osteologie Kongresses 2010 und Direktor des Julius Wolff Instituts der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Der jährliche Osteologie Kongress, auf dem Knochenerkrankungen als eine der größten medizinischen Herausforderungen neu bewertet wurden, gilt als wichtigstes Branchentreffen von Forschern und Medizinern, insbesondere von Unfallchirurgen, Orthopäden und Rheumatologen. Die viertägige Tagung trägt damit erheblich zum wissenschaftlichen Austausch zwischen Wissenschaft und klinischer Anwendung bei. In diesem Jahr feiert der Kongress bereits das 25jährige Jubiläum der interdisziplinären Knochenforschung in Deutschland. Zugleich beginnt das letzte Jahr der "Bone and Joint Decade 2000 - 2010", die 2000 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf ausgerufen wurde. Die politischen und wissenschaftlichen Bemühungen der vergangenen Jahre verdeutlichen die weltweite Relevanz der Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates für den Einzelnen sowie für die Gesundheits- und Sozialsysteme.

Die Wissenschaftler und Mediziner des Osteologie Kongresses 2010 sind sich einig: Die Forschung zu muskuloskeletalen Erkrankungen muss über das Bestehende hinaus weiter ausgebaut werden. Es sind dringend Maßnahmen erforderlich, die eine schnelle Übertragung der Ergebnisse der Grundlagenforschung in die klinische Praxis gewährleisten, Präventionsmaßnahmen implementieren und Versorgungsprozesse optimieren. Die Kongresspräsidenten Georg Duda und Franz Jakob sind überzeugt, dass nur so eine dauerhafte Knochengesundheit und der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und Mobilität bis ins hohe Alter garantiert werden kann.

Ihr Kontakt:

Dachverband Osteologie (DVO) e.V.
Dr. Barbara Kastner
DVO Geschäftsstelle
Hellweg 92-94/Raum 52
45276 Essen
T: 0201/3845-617
F: 0201/805- 2717
Email: kastner@dv-osteologie.de
Julius Wolff Institut
Stephanie Benusch
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Kommunikation & Wissenschaftsmarketing
CVK, Form 4, PF 24
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
T: 030/450-55 20 96
F: 030/450-559 969
Email: Stephanie.Benusch@charite.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Narkolepsie: Wissenschaftler entlarven den Übeltäter der rätselhaften Schlafkrankheit
20.09.2018 | Universitätsspital Bern

nachricht Virotherapie bei Bauchfellkrebs erfolgreich getestet - Neue biologische Krebstherapie
18.09.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Konfektionierte M12-Power-Verkabelung in M-Kodierung

25.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Robotik für den Menschen

25.09.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics