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Neuer Behandlungsansatz gegen Motoneuronenerkrankung

05.10.2007
Angiogenin und mutierte Genvarianten spielen entscheidende Rolle

Wissenschaftler der University of Bath hoffen einen Weg gefunden zu haben, das Fortschreiten der Motoneuronenerkrankung (MND) zu stoppen. Das Team entdeckte einen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Genen, die bei der Bildung von Blutgefäßen eine Rolle spielen und der Entstehung einiger Formen von MND. Mutierte Versionen eines Produktes dieses Gens, Angiogenin, sind für Motoneuronen giftig. Das Blockieren dieses Vorganges könnte daher auch dem Fortschreiten der Krankheit Einhalt gebieten. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Human Molecular Genetics veröffentlicht.

Männer erkranken häufiger an einer Motoneuronenerkrankung als Frauen. Die Zellen, die für die Übermittlung chemischer Botschaften verantwortlich sind, werden beschädigt und sterben im Laufe der Zeit ab. Damit schwindet auch die Fähigkeit Bewegungen der Muskeln zu kontrollieren. Im Endstadium sind jene Muskelgruppen betroffen, die eine Atmung ermöglichen. Im vergangenen Jahr wurde entdeckt, dass manche MND-Patienten über eine mutierte Version des Angiogenin-Gens verfügen. Seit damals haben Experten versucht herauszufinden, welche Rolle Angiogenin bei der Erhaltung und Entwicklung von Motoneuronen spielen.

Bisher wurden Tests mit Mäusen durchgeführt. Das Team um Vasanta Subramanian ist zuversichtlich, dass Angiogenin einen entscheidenden Durchbruch ermöglichen wird. Belinda Cupid von der Motor Neurone Disease Association betonte, dass die Erforschung der Motoneuronenerkrankung großen Einschränkungen unterliegt. Die Ursache für mehr als 95 Prozent der Erkrankungen sei einfach nicht bekannt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bath.ac.uk
http://hmg.oxfordjournals.org
http://www.mndassociation.org

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