Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Krebsfrüherkennung soll verbessert werden

07.07.2006
Johns Hopkins Universität Baltimore und Johannes Gutenberg-Universität Mainz besiegeln Forschungspartnerschaft

Der Fachbereich Gastroenterologie an der "School of Medicine" der amerikanischen Johns Hopkins Universität (JHU) und der Fachbereich Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wollen künftig im Bereich neuer endoskopischer Verfahren zur Diagnose von Magen-Darm- und Lebererkrankungen gemeinsam forschen - und haben dafür eine Partnerschaft vereinbart. Die JHU in Baltimore ist eine der renommiertesten Forschungsuniversitäten in den USA und besiegelt im Bereich der Gastroenterologie erstmals mit einer europäischen Hochschule eine solche Kooperation. Heute wurde die Partnerschaft mit der feierlichen Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" offiziell besiegelt.

"Wir sind sehr froh, einen solch renommierten Forschungspartner wie die Johns Hopkins Universität als Partner gewonnen zu haben", erklärt der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. "Die außerordentlichen und international anerkannten Forschungsaktivitäten im Bereich der Endoskopie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben den Grundstein für die Kooperation mit der JHU gelegt."

Die Partnerschaft konzentriert sich zunächst auf zwei Hauptforschungsbereiche: die Endomikroskopie und die Mini-Laparoskopie. Die Mini-Laparoskopie eröffnet minimal invasive Einblicke in den Bauchraum und erlaubt so eine schonende Leberdiagnostik. Dies ist vor allem für die frühzeitige Erkennung der Leberzirrhose wichtig. Am Mainzer Universitätsklinikum wurde die Mini-Laparoskopie bereits vor zehn Jahren etabliert. Dabei wurde die Miniaturisierung der Endoskopiesysteme sowie die schonende klinische Anwendung ganz wesentlich durch die Forschungen an der I. Medizinischen Klinik des Mainzer Universitätsklinikums vorangetrieben.

... mehr zu:
»JHU »Krebsfrüherkennung

Die Endomikroskopie ist ein revolutionäres endoskopisches Verfahren, bei dem erstmals schon während der laufenden Dickdarmspiegelung eine Mikroskopie der Schleimhaut vorgenommen werden kann. "Dies ermöglicht erstmals, dass Krebszellen während der Endoskopie sicher erkannt und dadurch frühe Stadien von Dickdarmkrebs besser diagnostiziert werden können", unterstreicht Prof. Dr. Anthony Kalloo, Direktor Gastroenterologie und Hepatologie an der JHU die Bedeutung des Verfahrens.

Eine exakte und frühe Diagnostik ist für die verschiedensten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes - von Infektionen über Krebsvorstufen bis hin zu manifesten Krebserkrankungen - extrem wichtig. Dabei hat die Bildgebung im Bereich der gastrointestinalen Endoskopie in den letzten Jahren dank intensiver Forschung rasante Fortschritte gemacht. "Durch die kommenden gemeinsamen Projekte soll die Krebsfrüherkennung - des Dickdarms, der Speiseröhre und der Leber - weiter verbessert werden, um Patienten bessere Heilungschancen zu eröffnen", erläutert Prof. Peter Galle, Ärztlicher Direktor des Mainzer Universitätsklinikums und Leiter der I. Medizinischen Klinik. "Ziel der Partnerschaft ist es, mithilfe dieser neuen Methoden Krebsfrüherkennungsprojekte in Mainz und in Baltimore zu etablieren. Im weiteren Verlauf der Partnerschaft wollen wir auch in anderen forschungsintensiven Bereichen der Medizin kooperieren." Ferner soll ein Austausch von postgraduierten Studenten und medizinischen Mitarbeitern ins Leben gerufen werden. "Für die Johns Hopkins Universität haben internationale Partnerschaften einen hohen Stellenwert", erklärt Steven Thompson, Generaldirektor (CEO) und Vizepräsident (Senior Vice President) in Baltimore. "Die JHU erhofft sich durch den geplanten Wissenstransfer eine Stärkung der endoskopischen Krebsfrüherkennung."

Die Johns Hopkins Universität

Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) ist eine private Elite-Universität in Baltimore, USA. Sie wurde am 22. Februar 1876 gegründet. Ihren Namen erhielt sie von Mr. Johns Hopkins, der der Universität nach seinem Tod 1873 ein Erbe von 7 Mio. US-Dollar vermachte. Die JHU besteht aus acht akademischen Instituten - darunter die School of Medicine -, verteilt auf vier Standorte.

Weitere Informationen:
Dr. Renée Dillinger, Pressestelle,
Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496,
E-Mail: presse@vorstand.klinik.uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mainz.de

Weitere Berichte zu: JHU Krebsfrüherkennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Narkolepsie: Wissenschaftler entlarven den Übeltäter der rätselhaften Schlafkrankheit
20.09.2018 | Universitätsspital Bern

nachricht Virotherapie bei Bauchfellkrebs erfolgreich getestet - Neue biologische Krebstherapie
18.09.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics