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Gestochen scharfer Blick auf Stoffwechsel und Anatomie

07.06.2006


Neues PET•CT-System Biograph 64 ermöglicht dank 64-Schicht-Technologie frühere Diagnosen und gezieltere Behandlungen als bisher

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Der Biograph 64 mit TruePoint PET•CT-Technologie ist am Karolinska Universitätsklinikum im schwedischen Stockholm erstmals europaweit in den klinischen Routinebetrieb gestartet. In diesem Hybridsystem vereint Siemens seine neueste Positronenemissionstomographie (PET) mit der fortschrittlichen 64- Schicht-CT-Technologie (CT). Diese Kombination erlaubt eine frühzeitigere und genauere Erkennung vor allem von Krebs und Herzleiden als bisher und in Folge dessen eine besser auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie. Das kombinierte Verfahren in einer einzigen, nicht-invasiven Untersuchung hat zudem entscheidende Vorteile auf die Abläufe in Kliniken und Praxen. Seit dem 12. Mai werden Patienten mit dem System untersucht, während parallel am Karolinska Institut mit dem System geforscht wird.

Der Biograph 64 liefert den Medizinern umfassende Daten zur genauen Lokalisierung, Größe und Art sowie zum Ausmaß von Krankheiten – unabhängig von der Lage im Körper. Die fortschrittliche PET-Technologie macht dabei bereits krankhafte Veränderungen im Stoffwechsel sichtbar, bevor sie sich physiologisch – also etwa in Form einer Wucherung – im Körper auswirken. Gleichzeitig sorgt die hohe Auflösung des 64-Schichten-CTs dafür, dass sich diese Auffälligkeiten millimetergenau der Anatomie des Patienten zuordnen lassen. Dies war vorher ohne invasive Verfahren nicht in dieser Genauigkeit möglich.


Im Bereich der Onkologie setzen die Ärzte am Karolinska Universitätsklinikum daher besonders auf die mit dem Biograph 64 entscheidend bessere Bestimmung der exakten Größe und Lage von Krebserkrankungen. Ziel ist die Diagnose kleinster Tumore und Metastasen in einem sehr frühen Stadium, in dem sie mit anderen bildgebenden Verfahren möglicherweise noch gar nicht zu erkennen wären. Die hohe Auflösung des Systems ist dadurch auch eine wichtige Voraussetzung bei der Strahlentherapieplanung: Sie lässt die präzise Ausrichtung der Therapiesysteme auf den Tumor zu, so dass gesundes Gewebe nicht geschädigt wird. Die Spezifität des Systems hilft dem Arzt zudem, die Reaktion eines Patienten auf Behandlungen, wie etwa eine Chemotherapie, zu erfassen. Erfolglose Verfahren können so schneller modifiziert werden. „Mit dem Biograph 64 können wir die Krankheit innerhalb des Patienten auf molekularer Ebene betrachten. Gleichzeitig erhalten wir die vielen anatomischen Einzelheiten, mit denen wir diese Informationen in Kontext setzen und so Krankheiten genauer erkennen, behandeln und überwachen können“, beschreibt Professor Stig A. Larsson, Leiter der nuklearmedizinischen Abteilung am Karolinska Universitätsklinikum. „Es sind diese genauen Daten, die es uns erlauben, frühere und sicherere Diagnosen als zuvor zu stellen und uns dabei unterstützen, Behandlungsentscheidungen zu treffen, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Letztendlich erhalten wir deutlich bessere Ergebnisse für unsere Patienten.“

„Diese fortschrittliche PET•CT -Technologie verspricht erheblichen Nutzen für Patienten bei der Erkennung und Behandlung von Krebs", so Dr. Hans Jacobsson, Arzt in der nuklearmedizinischen Abteilung am Karolinska Universitätsklinikum. „Mit einem einzigen nicht-invasiven Verfahren können wir Krebs genauer lokalisieren und bestimmen, geeignete Therapien für den Patienten ermitteln und analysieren, ob der Krebs sich ausgebreitet hat. Schließlich sehen wir dank des Biograph 64 sehr schnell, ob der Patient auf die Behandlung anspricht.“

„In Verbindung mit dem weltweit renommierten Expertenwissen des Karolinska Universitätsklinikums und des Karolinska Insituts zeigt der Biograph 64, wie die Siemens- Innovationen in der molekularen Bildgebung die Art und Weise verändern, in der Ärzte Krankheiten erkennen und behandeln, insbesondere in der Onkologie", so Michael Reiterman, Leiter des Geschäftsgebietes Molecular Imaging bei Siemens Medical Solutions. „Der Biograph 64 bietet dem Arzt eine ganz neue Detailebene, so dass er den Patienten, nicht nur die Krankheit, behandeln kann.“

Das Karolinska Universitätsklinikum ist eine der größten medizinischen Universitäten Europas. Darüber hinaus ist es das größte medizinische Ausbildungs- und Forschungszentrum in Schweden, an dem 30 Prozent der medizinischen Ausbildung und 40 Prozent der universitären medizinischen Forschung des Landes angesiedelt sind. Die Mission des Karolinska-Institutes ist es, die Gesundheit der Menschheit durch Forschung, Ausbildung und Informationen zu verbessern.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug rund 1 Mrd. € (vorläufige Zahlen).

Holger Reim | Pressereferat Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

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