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Durchbruch in der Ultraschall-Technik: dreidimensionale Darstellung des schlagenden Herzens

05.01.2004


Durchbruch in der Ultraschall-Technik: Live 3D Echo von Philips ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung des schlagenden Herzens.


Mit einem neuen Verfahren in der Ultraschall-Diagnostik ist es möglich, das schlagende menschliche Herz dreidimensional und in Echtzeit darzustellen.

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Die Entwicklung in der Medizintechnik geht mit Riesenschritten voran. Ein neues Philips Ultraschall-System erlaubt jetzt Diagnosemöglichkeiten, die bis vor kurzem kaum vorstellbar waren: die dreidimensionale Visualisierung des schlagenden Herzes. Mit Live 3D Echo, so die Bezeichnung des Geräts, können komplexe Körperregionen wie Herzklappen, Herzkammern und Gefäße realitätsgetreu auf einem Bildschirm abgebildet werden. Eine sehr schnelle Bildabfolge schafft die Voraussetzung, ein schlagendes Herz in Echtzeit darzustellen.

Für die Mediziner bedeutet diese Technologie erheblich verbesserte Diagnosemöglichkeiten. Denn es stehen nicht nur alle relevanten Informationen zur Größe, Form und Anatomie des Herzes zur Verfügung. Durch die Darstellung in Echtzeit können auch Bewegungen, wie etwa das Öffnen und Schließen einer Herzklappe, genauer analysiert werden. Damit sind Ärzte in der Lage, verschiedenste Organfunktionen besser zu bewerten und die Katheterführung im dreidimensionalen Raum zu optimieren. Die Echtzeitdarstellung verkürzt zudem die Untersuchungszeiten und erhöht damit die Produktivität.


Intelligente Benutzeroberflächen erlauben es den praktizierenden Ärzten, die Ultraschall-Diagnose schnell und einfach durchzuführen. Per Knopfdruck können Bildausschnitt und Perspektive festgelegt werden. Je nach Untersuchungsinteresse lässt sich das Bild beliebig drehen. Zudem erlaubt Live 3D Echo Querschnittsdarstellungen in höchster Auflösung. Die darüber liegenden Schichten des Organs können wie mit einem elektronischen Skalpell im Bild „weggeschnitten“ werden.

Die Ultraschall-Technik, auch Sonographie genannt, ist seit Jahrzehnten eine bewährte Diagnosemethode der praktischen Medizin, die schnell und ohne Risiko für den Patienten in vielen Bereichen angewendet wird. Mit ihr diagnostizieren Ärzte Gefäßverengungen, Herzklappenfehler, Organvergrößerungen und -verkleinerungen, Gallensteine, Zysten und Tumore. In der Gynäkologie ist Ultraschall unverzichtbar. Es bildet Eierstöcke und das Innere der Gebärmutter ab und schont dabei den Körper der Patientin, weil keine Röntgenstrahlung entsteht. Auch Embryonen werden auf diese Weise untersucht. Fast alle Eltern „sehen“ ihren Nachwuchs das erste Mal mit Hilfe des Ultraschalls.

Das Grundprinzip der bildgebenden Ultraschall-Diagnostik ist relativ einfach: Ein Schallkopf, der auf die zu untersuchende Körperpartie aufgelegt wird, sendet Ultraschallwellen in den Körper. Die Organe und Gefäße reflektieren die Wellen zurück zum Schallkopf. Die Stärke des reflektierten Schalls hängt vom angetroffenen organischen Material ab. Denn Organe, Muskeln, Sehnen, Blut und Fruchtwasser haben eine spezifische Dichte und absorbieren daher einen entsprechend kleinen oder großen Teil der Wellen. Das Ultraschall-Gerät registriert die unterschiedlichen Schallstärken, verwandelt sie in elektrische Impulse und ein Computer setzt sie zu einem Bild aus einzelnen Graustufen, dem so genannten Graubild, zusammen. Mit der Live 3D Echo-Technik kann der Computer aus den übermittelten Signalen nun auch dreidimensionale Bilder in Echtzeit errechnen.

Philips Medizin Systeme deckt seit der Eingliederung von ATL Ultrasound und der Healthcare-Group von Agilent Technologies als weltweit größter Anbieter von Ultraschall-Geräten den gesamten Bereich des diagnostischen Ultraschalls ab und verbessert mit innovativen Techniken den medizinischen Standard. Das neue System Live 3D Echo bedeutet einen weiteren Fortschritt auf diesem Gebiet und wird weltweit Anwendung finden. Im Juli 2002 wurde diese Technologie von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) zugelassen.

Andreas Parchmann | Philips GmbH
Weitere Informationen:
http://www.philips.de

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