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Wolfram für die Entstehung von Leukämie mitverantwortlich?

04.02.2003


Forschungsziel: Wirkung von Schwermetallen im Trinkwasser untersuchen



Ein amerikanischer Forscher hat mithilfe eines Tests nachgewiesen, dass ist. Der Wissenschaftler hat sich mit dem Thema beschäftigt, weil in einer Ortschaft in Nevada seit 1997 16 Kinder an Leukämie erkrankt sind. Dort wurden hohe Konzentrationen von Wolfram im Trinkwasser festgestellt, berichtet die Tageszeitung Reno-Gazette.

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»Leukämie »Reno-Gazette


Mark Witten, Spezialist für Toxikologie und Pädiatrie von der Tucson University, hat festgestellt, dass die Bewohner von Fallon/Nevada in ihrem Körper einen hohen Anteil von Wolfram tragen. Auch das Trinkwasser von Fallon weise eine hohe Konzentration von Wolfram auf. Seit 1997 sind in Fallon 16 Kinder an Leukämie erkrankt und drei sind gestorben.

Witten hat die Gesundheitsstatistik von Fallon mit der in Sierra Vista/Arizona verglichen. Dort sind neun Kinder erkrankt und eines ist an Leukämie gestorben. Beide Städte sind bekannt für das Vorkommen von Wolfram-Erzen. "Es wird höchste Zeit nicht nur die Arsen-Werte, sondern auch die Wolfram-Werte im Trinkwasser genauer zu untersuchen", so Witten. Wolfram verändert das Zellwachstum von akut-lymphatischen Leukämie (ALL)-Zellen.

In der Zwischenzeit sind die rund 9.000 Bewohner der kleinen Stadt in der High-Desert Nevadas zunehmend beunruhigt von den Ergebnissen der Untersuchungen und fordern von staatlicher Seite genaue Aufklärung über das Gesundheitsrisiko. "Wir sind sehr verunsichert", so Jeff Braccini, einer der Bewohner Fallons, dessen vierjähriger Sohn an Leukämie erkrankt ist. Braccini bezieht sein Wasser aus einer Umkehr-Osmoseanlage, die die meisten Metalle aus dem Trinkwasser filtert. Bei seinem Sohn, der häufig auswärts ißt, wurde im Körper 40 Mal mehr Wolfram gefunden als bei ihm selbst. Ein Sprecher des Center of Desease Control (CDC) erklärte, dass sich die Öffentlichkeit dem Problem annehmen werde. Wittens Behauptungen müssten aber erst wissenschaftlich überprüft werden.

Wittens Untersuchungen hatten gezeigt, dass in einer künstlich angelegten Zellkultur unter der Beimengung von Wolfram gewisse Zellen rasch und in großer Zahl wachsen. Der Forscher meinte aber, dass weitere Ergebnisse seiner Untersuchungen in einer wissenschaftlichen Publikation erfolgen werden. Inzwischen will der Bürgermeister von Fallon auf Ergebnisse von Bundesbehörden warten. Dann erst könne entschieden werden, ob Wolfram tatsächlich für die hohe Zahl an Leukämie-Fällen verantwortlich gemacht werden können.

Witten erklärte in der Reno-Gazette, dass er die Tests mehrere Mal mit demselben Ergebnis wiederholt habe. "Wir wollen nicht herausfinden, ob das Metall den Krebs verursacht, sondern ob es die Zellen verändert", so Witten in einem Interview im Dezember 2002. In der Zwischenzeit ist der Wissenschaftler der Meinung ist, dass es so ist. In weiteren Versuchen will Witten feststellen, welche genetischen Veränderungen das Metall in der DNA verursacht. Dazu muss der Forscher aber erst die finanziellen Mittel aufbringen, denn auch die anderen Untersuchungen hat er aus seiner eigenen Tasche bezahlt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http:// http://www.rgj.com

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