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Sicher im Tritt bleiben - Vermeiden von Unfällen durch Stolpern, Umknicken und Fehltreten

05.06.2008
Der aufrechte Gang ist ein besonderes Merkmal des Menschen. Doch diese Art der Fortbewegung gehört zu den unsichersten in der Natur. Von Kindesbeinen an geübt, verzichten wir bei den komplexen Bewegungsvorgängen des Gehens auf eine bewusste Steuerung.

Dadurch können uns bereits geringfügige unerwartete Veränderungen der Umgebung aus dem Tritt bringen. Etwa jeder vierte Unfall in Heim und Freizeit hat einen Sturz in der Ebene als Ursache. Ähnliche Anteile finden sich auch im beruflichen Bereich. Mit dem Bericht "Vermeiden von Unfällen durch Stolpern, Umknicken und Fehltreten" hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein Kompendium zum aktuellen Erkenntnisstand veröffentlicht.

Das Stolpern, Umknicken und Fehltreten bildet - neben dem Ausrutschen - einen Schwerpunkt der Ursachen für Stürze. Die Prävention muss davon ausgehen, dass es sich nicht um Unfallhergänge mit nur einer Ursache handelt, sondern dass eine ganze Reihe von Personen- und Umgebungsfaktoren beteiligt sind. Verschiedene Fachgruppen der BAuA beleuchteten deshalb die Sturzunfälle aus den unterschiedlichen Blickwinkeln ihrer Fachrichtungen. Durch die ganzheitliche Betrachtung aller Faktoren entstanden Lösungen und Gestaltungsvorschläge, mit denen sich Stolperstellen und Fehltritte vermeiden lassen.

Auf der Grundlage einer umfangreichen Literaturrecherche fasst der Bericht die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Stolpern, Umknicken und Fehltreten systematisiert zusammen. Da Unebenheiten auf Trittflächen häufig zum Stolpern und Umknicken führen, leiten die Autoren aus ihren Recherchen Vorschläge für Richtwerte zur sicheren Gestaltung von Trittflächen ab. Diese sollen in die Erarbeitung der Arbeitsstättenregeln "Fußböden" und "Verkehrswege" einfließen.

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Darüber hinaus beschäftigt sich der Bericht mit der Mechanik und Psychologie des Gehens. Damit geht er ausführlich auf personenbezogene Faktoren beim Unfallgeschehen ein. Hier spielen eine unzureichende Wahrnehmung der Gefahr, Unaufmerksamkeit aber auch altersspezifische Einflüsse auf die Bewegungsregulation eine Rolle. Durch eine gute Beleuchtung und Sicherheitskennzeichnung lassen sich Gefahrstellen jedoch weitgehend entschärfen. Dazu präsentiert der Bericht Gestaltungsvorschläge. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung darf auch der Aspekt der sicheren Schuhdesigns und der Auswahl geeigneter Schuhe nicht fehlen.

Eine umfangreiche Literatursammlung, sowie eine Übersicht über das aktuelle, nationale und internationale Vorschriften- und Regelwerk ergänzen den Bericht, der sich als PDF-Datei (3,6 MB) im Bereich Fachbeiträge der Rubrik Publikationen von der BAuA-Homepage herunterladen lässt.

Bericht FP 1641 der BAuA "Vermeiden von Unfällen durch Stolpern, Umknicken und Fehltreten"; H. Fischer, B. Görner, M. Karl, Th. Mössner, H. Reyhl, M. Schatte, E. Tschöcke, B. Weißgerber; ISBN: 978-3-88261-071-0, 65 Seiten.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de

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